Engpassmanagement

Gezieltes Engpassmanagement ist für Swissgrid von zentraler Bedeutung zur Erfüllung der gesetzlich übertragenen Verantwortung des sicheren Netzbetriebs. Ein Engpass entsteht, wenn die Nachfrage nach grenzüberschreitenden Handelskapazitäten nicht in vollem Umfang bedient werden kann. Unter Engpassmanagement versteht man die präventive Bewirtschaftung der begrenzt verfügbaren Übertragungskapazität. Um Engpässe zu vermeiden, ist Swissgrid berechtigt, Sondermassnahmen zu ergreifen. Als Werkzeug für die Vermeidung von Engpässen stehen technische und wirtschaftliche Massnahmen zur Verfügung. Werden derartige Entlastungsmassnahmen ergriffen, geschieht dies, um das Übertragungsnetz stabil und innerhalb der Belastungsgrenzen zu halten und Störungen im Interesse aller Kunden zu vermeiden.

Auktionen

Warum sind Auktionen nötig?

Das Stromversorgungsgesetz (StromVG) sieht unter anderem vor, dass bei Engpässen im grenzüberschreitenden Übertragungsnetz die Netzkapazitäten nach marktorientierten Zuteilungsverfahren - also mittels Auktionen - zugeteilt werden. Weil auch in Europa die zweite Strombinnenmarktdirektive und die Stromhandelsverordnungen (EG-VO 1228/03 und ab März 2011 EG-VO 714/2009) ein Engpassmanagement vorsehen, werden bereits seit geraumer Zeit europaweit marktbasierte Verfahren d.h. Auktionen angewendet. Aufgrund der fortschreitenden Liberalisierung des EU-Strommarktes und der zunehmenden grenzüberschreitenden Energieflüsse in ganz Europa ist die Einführung eines transparenten, nichtdiskriminierenden Engpassmanagements an den Schweizer Aussengrenzen erforderlich. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Netz- und zur Schweizer Versorgungssicherheit geleistet.

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