Herkunftsnachweise und Stromkennzeichnung

Swissgrid ist seit 2007 die akkreditierte Zertifizierungsstelle für die Erfassung, Überwachung der Weitergabe, Ausstellung und Entwertung von Herkunftsnachweisen im Sinne der Verordnung des UVEK über den Nachweis der Produktionsart und der Herkunft von Elektrizität. Der Bereich «Herkunftsnachweise» agiert innerhalb von Swissgrid vollkommen unabhängig. Die jährliche Zulassung durch die Schweizerische Akkreditierungsstelle (SAS) garantiert, dass weder die Geschäftsleitung noch die Eigentümer von Swissgrid einen Einfluss auf diesen Geschäftsbereich ausüben. Das Bundesamt für Energie (BFE) ist die verantwortliche Aufsichtsbehörde.

Facts Herkunftsnachweise

Die von Swissgrid ausgestellten Nachweise garantieren die Herkunft des erzeugten Stroms. Sie zeigen also auf, aus welchem Kraftwerk und aus welcher Energiequelle der Strom stammt. Seit dem 1. Januar 2013 besteht die gesetzliche Pflicht, dass die gesamte schweizerische Elektrizitätsproduktion aus Kraftwerken mit einer Netzanschlussleistung von über 30 kVA mittels Herkunftsnachweisen erfasst werden muss. Weiter müssen alle vorhandenen Nachweise für die Stromkennzeichnung verwendet werden. Dies bedeutet, dass der Stromlieferant dem Endverbraucher den gelieferten Strommix einmal jährlich mit der Rechnung deklarieren und auf der Basis von Herkunftsnachweisen garantieren muss. Damit wird nicht nur auf der Produktionsseite, sondern auch auf der Seite des Endverbrauchers eine hohe Transparenz erreicht.

Herkunftsnachweise werden auch für konventionelle Kraftwerke und Kernkraftwerke ausgestellt. Bei Kraftwerken mit erneuerbaren Energiequellen können zwecks Garantie von zusätzlichen Qualitäten (wie z.B. ökologische Nachhaltigkeit) Stromproduktelabels von anderen Organisationen auf dem Herkunftsnachweis mitgeführt werden.

Facts Stromkennzeichnung

Die Energieverordnung (EnV) schreibt vor, dass Unternehmen, die in der Schweiz Endverbraucher mit Elektrizität beliefern, diese mindestens einmal im Jahr über folgende Punkte informieren müssen:

  • Prozentualer Anteil der eingesetzten Energieträger an der gelieferten Elektrizität
  • Herkunft der Elektrizität (Produktion im In- und Ausland)
  • das Bezugsjahr
  • An Endverbraucher gelieferte Gesamtstrommenge

In der Energieverordnung wurde zudem festgelegt, dass die Stromlieferanten den Endverbrauchern diese Stromkennzeichnung bis spätestens Ende des folgenden Kalenderjahres zustellen müssen.

Der VSE als Branchendachverband sowie Swissgrid als nationale Netzgesellschaft betreiben gemeinsam die Internetplattform «Stromkennzeichnung», auf welcher sämtliche Stromlieferanten bis spätestens Ende des Folgejahres ihren Lieferantenmix deklarieren müssen.

Der Lieferantenmix kann über das Herkunftsnachweissystem mithilfe der Rolle «Stromlieferant» erfasst werden. Eine Anleitung, wie Sie diese Rolle beantragen können finden Sie unter Downloads.

Weitere Informationen zur Stromkennzeichnung finden Sie im Leitfaden zur Stromkennzeichnung des Bundes.

Das Diagramm zeigt den Schweizer Liefermix, Stand: 2014 (Quelle: BFE)

 
49.45%
Wasserkraft
 
1.68%
Übrige erneuerbare Energien
 
3.00%
Geförderter Strom
 
26.03%
Kernenergie
 
0.42%
Fossile Energieträger
 
1.35%
Abfälle
 
18.07%
Nicht überprüfbar
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