Renewables Grid Initiative: Ein Netz für erneuerbare Energien

Europa will den Anteil der Energie aus erneuerbaren Quellen bis 2020 auf 30 bis 35% der verbrauchten Elektrizität erhöhen. Gleichzeitig soll der Emissionsausstoss bis 2050 um 80 bis 95% reduziert werden.

Diese ehrgeizigen Ziele setzen voraus, dass erneuerbare Energien vollständig in das Stromnetz integriert werden können. Die Renewables Grid Initiative (RGI) setzt sich für diese Integration ein. Will man Strom aus erneuerbaren Energien auf das Netz bringen, verlangt dies einen deutlichen Ausbau der Übertragungsnetze.

Die Renewables Grid Initiative wurde 2009 von Germanwatch, TenneT, 50Hertz und WWF International gegründet. 2010 sind verschiedene europäische Übertragungsnetzbetreiber beigetreten - unter anderem auch Swissgrid. Swissgrid-CEO Pierre-Alain Graf erklärt, weshalb diese Initiative auch für die Schweiz wichtig ist:

«Die Schweiz ist aufgrund ihrer geographischen Lage eine bedeutene Drehscheibe für den internationalen Stromhandel. Eine wichtige Rolle spielt die Wasserkraft; dank ihr haben die erneuerbaren Energien eine lange Tradition in der Schweiz. Die vielen Speicherkraftwerke leisten einen wichtigen Beitrag für eine sichere und nachhaltige Energieversorgung in Europa. Swissgrid, ein wichtiger Pfeiler für die Versorgungssicherheit der Schweiz, wird in den kommenden Jahren zwischen fünf und sieben Milliarden Schweizer Franken in die Erneuerung und den Ausbau des Übertragungsnetzes investieren. Die Einspeisung von Wind- und Solarenergie ist eine grosse Herausforderung. Dazu braucht es ein leistungsfähiges Netz.»

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