Projekt Pradella - La Punt

Die bestehende einsträngige Höchstspannungsleitung zwischen Pradella und La Punt bildet einen Engpass im schweizerischen und europäischen Übertragungsnetz. Die Gründe dafür sind der stetig steigende Stromkonsum, die künftig erhöhte Stromproduktion von neu geplanten Kraftwerken sowie Anlagen erneuerbarer Energien im Kanton Graubünden.

Der Bundesrat hat diese Verbindung zudem als Teil des strategischen nationalen Höchstspannungsnetzes im März 2009 festgelegt. Damit wurde der Umbau als sehr dringlich eingestuft.

Umbau- und Sanierungsvorhaben

Die Eigentümer planen, die knapp 50 Kilometer lange Strecke zwischen Pradella und La Punt um einen zweiten 380 kV-Strang zu erweitern. Die 126 Masten der Leitung wurden bereits beim Bau für einen zweiten Strang ausgelegt. Die heutige Trasse bleibt somit bestehen.

Damit die Verordnung für den Schutz von nichtionisierender Strahlung eingehalten werden kann, müssen jedoch 18 Masten um fünf bis acht Meter erhöht werden.

Zusätzliche Umbaumassnahmen:

  • 13 Masten erhalten eine neue Mastspitze
  • Verstärkung der Fundamente von 55 Masten
  • Ersatz des Erdseils auf der gesamten Leitungslänge
  • Sanierung der bereits bestehenden 380 kV-Leitung

Der Anschluss an das Kraftwerk in Ova Spin wird ebenfalls neu konzipiert.

Bestehende Leitung

Bestehende Leitung zwischen Pradella und La Punt

  • Abschnitt Pradella - Zernez: je ein
    380 kV- und 220 kV-Strang
  • Abschnitt Zernez - La Punt: nur ein 380 kV-Strang
  • Stichleitung Ova Spin - Zernez: ein 220 kV-Strang
       

Angestrebte Leitung

Folgende Änderungen sind geplant:
 

  • Abschnitt Pradella - Zernez: Ersatz des 220 kV-Strangs durch einen
    380 kV-Strang
  • Abschnitt Zernez - La Punt: ein zusätzlicher 380kV-Strang
  • Stichleitung Ova Spin - Zernez: Ersatz des 220kV-Strangs durch einen
    380 kV-Strang