Energiequellen

In der Schweizer Stromproduktion dominieren Wasserkraft und Kernenergie. Am gesamten Elektrizitätsaufkommen waren 2015 die Wasserkraftwerke zu 59.9%, die Kernkraftwerke zu 33.5% sowie die konventionell-thermischen und anderen Anlagen zu 6.6% beteiligt (Quelle: BFE).

Insgesamt zeichnet sich der schweizerische Kraftwerkpark durch einen hohen Anteil an Kapazitäten für Spitzenlast aus. Diese Kapazitäten decken den erhöhten Verbrauch am Tag beziehungsweise die Bedarfsspitzen am Morgen, am Mittag und am Abend und gleichen kurzfristige Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage aus. Spitzenenergie setzt höhere technische Anforderungen an die Produktion voraus, da entweder eine Speicherung oder ein flexibler Kraftwerkseinsatz nötig sind.

2015 hat die Schweiz über 62'600 Gigawattstunden Strom verbraucht und netto 63'700 Gigawattstunden produziert. Dieser Überschuss verteilt sich aber nicht regelmässig über den Jahresverlauf. Im Winterhalbjahr liegt die Stromproduktion unter dem Bedarf. Importe aus dem Ausland decken diese Versorgungslücke.

Die Schweiz ist ein Transitland für Strom: 43'300 GWh wurden 2015 exportiert, 42'300 GWh wurden importiert. Der Handel ist einer der Hauptgründe, weshalb die Schweiz im Vergleich zu Europa wettbewerbsfähige Strompreise bieten kann.

Elektrische Energie ist eine wichtige Basis für das Funktionieren einer modernen Volkswirtschaft. Dabei stellt Strom nicht nur ein Inputgut für Industrie, Landwirtschaft und Dienstleistungen dar. Mit dem wachsenden Raumbedarf, der steigenden Mobilität und der zunehmenden Verwendung von elektrischen Geräten im Haushalt bestimmt die elektrische Energie auch die Wohlfahrt des Konsumenten.

Teilen
E-Mail
Facebook
Twitter