Netzprojekt Amsteg – Mettlen

Swissgrid und SBB verlegen die Hochspannungsleitungen im Urner Talboden. Damit werden die Siedlungsgebiete in Attinghausen und der Entwicklungschwerpunkt Werkmatt Uri entlastet.

Ihr Ansprechpartner für dieses Netzprojekt

Alessandro Cameroni
Alessandro Cameroni

Telefon +41 58 580 21 11
info@swissgrid.ch

380-kV-Leitung
380-kV-Leitung
Rückbau
Rückbau
Bestehende Leitung
Bestehende Leitung
Unterwerk
Unterwerk

Übersicht

Mit Ausnahme des Gebiets zwischen Mettlen und Küssnacht am Rigi verlaufen zwischen dem Unterwerk Mettlen im Kanton Luzern und Amsteg im Kanton Uri zwei 380-kV-Leitungen parallel. Es sind dies die 380-kV-Leitung Amsteg – Mettlen, welche bei Amsteg via Lukmanierpass weiter nach Lavorgo führt und die 380-kV-Leitung Mettlen – Plattischachen, welche ab Plattischachen via Gotthardpass nach Airolo verläuft.

Die ehemalige Leitungseigentümerin Alpiq hat aufgrund der fortgeschrittenen Korrosion der Masten aus den 1940er Jahren ein Plangenehmigungsgesuch zur Totalsanierung der 380-kV-Leitung Amsteg – Mettlen eingereicht. Dieses Projekt wurde in Teilabschnitten genehmigt und teilweise bereits ausgeführt. Die ehemalige Leitungseigentümerin CKW hat für die in den 1960er Jahren gebaute 380-kV-Leitung Plattischachen – Mettlen kein Sanierungsprojekt eröffnet. Es besteht für diese Leitung also kein Projekt.


Projekt

Geschichte

Die Masten der 380-kV-Leitung von Mettlen über den Lukmanier nach Lavorgo wurde in den Nachkriegsjahren aufgrund von Rohstoffknappheit aus Rohren der ehemaligen Versorungspipeline der Alliierten erstellt. Diese Rohre wurden zur Verbesserung der Tragfähigkeit ausbetoniert. Schon bald nach der Errichtung hat sich gezeigt, dass diese Bauweise dazu neigt von Innen zu korrodieren. Alpiq hat sich deshalb Ende der 1990er-Jahre für den Ersatz einzelner, durch die Korrosion besonders geschwächter, Masten auf dem bestehenden Trassee entschieden. Ende 2001 hat Alpiq diese Strategie geändert und das Plangenehmigungsgesuch zur Totalsanierung des Teilabschnittes Ingenbohl – Mettlen der 380-kV-Leitung Amsteg – Mettlen eingereicht. Mittlerweile ist ein Grossteil der Leitung saniert. Drei Abschnitte – Küssnacht am Rigi (SZ), Lauerz (SZ) und Eyschachen (UR) – sind im Plangenehmigungsverfahren noch hängig.

Per 3. Januar 2013 übernahm Swissgrid das Eigentum am gesamten 380-/220-kV-Übertragungsnetz der Schweiz. Die ehemaligen Eigentümer – darunter Alpiq – traten alle bestehenden Leitungen und Unterwerke sowie die angefangen Projekte der Netzebene 1 an Swissgrid ab. Seither sind also die Leitungen Amsteg –Mettlen und Mettlen – Plattischachen in Besitz von Swissgrid. Planung, Bau und Unterhalt aller Leitungen und Unterwerke erfolgen nun aus einer Hand.

Abschnitt Küssnacht am Rigi

Das Bundesgericht verfügte im Jahr 2011, dass für die 380-kV-Leitung Amsteg – Mettlen auf dem Gemeindegebiet von Küssnacht am Rigi eine Machbarkeitsstudie für eine Teilverkabelung zu erstellen sei. Swissgrid hat die geforderte Kabelstudie beim Bundesamt für Energie eingereicht und erachtet eine Teilverkabelung – wie sie vom Bundesgericht gefordert wurde – weder aufgrund der optischen Wirkung noch der Wirtschaftlichkeit als vertretbar.

Abschnitt Lauerz

Das Bundesverwaltungsgericht verfügte im Jahr 2011, dass für die 380-kV-Leitung Amsteg – Mettlen auf dem Gemeindegebiet von Lauerz eine Machbarkeitsstudie für eine Teilverkabelung zu erstellen sei. Swissgrid hat sich nach erfolgtem Eigentumsübertrag dieser Aufgabe angenommen und die Kabelstudie erstellen lassen.

Infolge der Hangrutschungen 2013 im Gebiet Windegg – Ober Rüti mussten für beide 380-kV-Leitungen Notmasten erstellt werden. Die bereits erstellte Machbarkeitsstudie «Teilverkabelung Lauerz» musste überarbeitet werden. Dabei wurden die Resultate der geologischen Abklärungen, die von GEOTEST im Auftrag des Kantons Schwyz durchgeführt wurden, berücksichtigt und die Vorgaben des ESTI zur «Erdbeben¬sicherung der elektrischen Energieverteilung in der Schweiz», die im Vernehmlassungsentwurf vorliegt, in die Studie aufgenommen.

Nach Prüfung dieser neuen Randbedingungen kommt Swissgrid zum Schluss, dass der Baugrund im Rutschgebiet weder für eine Freileitung noch für eine Kabelleitung geeignet ist und deshalb die studierte Variante «Durchstich Urniberg» nicht machbar ist. Die Leitung kann nicht mehr auf dem bestehenden Trassee geführt werden und muss verlegt werden.

Die alternative, ebenfalls in der Kabelstudie aufgezeigte, Linienführung entlang des Sees beurteilt Swissgrid aus Gründen der Einwirkungen auf andere Infrastrukturen (Strassen, Werkleitungen etc.) als nicht machbar. Eine Realisierung dieser Linienführung hätte erhebliche Behinderungen bis hin zu Totalsperrungen der Kantonsstrasse von Lauerz nach Schwyz zur Folge.

In diesem Abschnitt verläuft bergseits die parallel geführte 380-kV-Gotthardleitung. Sie ist durch den Hangrutsch von der gleichen Gefährdung betroffen und ist deshalb neu in das bestehende Projekt zu integrieren.

Abschnitt Eyschachen bei Altdorf

Die 380-/220-kV-Leitungen (Swissgrid) und die 132-kVLeitung der SBB werden auf dem Abschnitt Swissgrid Mast 9429 / SBB Mast 60 im Bereich SABA Attinghausen bis Swissgrid Mast 9440a / SBB Mast 81 im Bereich Giessenkanal auf einer Gesamtlänge von ca. 4,7 km auf einem neuen Trassee gebündelt und parallel zur Autobahn und zur Reuss geführt.

Meilensteine Abschnitt Eyschachen

Anfang 2014 Plangenehmigungsgesuch vom Eidgenössischen Starkstrominspektorat (ESTI) an das Bundesamt für Energie (BFE) überwiesen
November 2015 BFE erteilt Baubewilligung
Februar – Juni 2017 Ausschreibungen
21. August 2017 Spatenstich
Frühling 2018 Inbetriebnahme der neuen Leitungen

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