e-Highway2050

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Swissgrid erforscht gemeinsam mit ihren Partnern den Weg zu einem pan-europäischen Supergrid unter Berücksichtigung betrieblicher, netzplanerischer, sozio-ökonomischer und regulatorischer Entwicklungen. Am Konsortium des Projekts beteiligen sich 15 europäische Netzgesellschaften, Forschungsinstitute, Universitäten, Industrieverbände und eine Nichtregierungsorganisation.

Das Forschungsprojekt soll in den nächsten zwei bis drei Jahren viele relevante Aspekte eines zukünftigen Supergrids erforschen. Das Ziel des Projektes «e-Highway2050» ist die Entwicklung einer neuen Methodologie zum Aufbau einer schrittweisen Netzplanung eines pan-europäischen Supergrids – den sogenannten Electricity Highways – für die Zeit zwischen 2020 und 2050. Hierbei sollen erstmals alle relevanten Aspekte eines zukünftigen pan-europäischen «Electricity Highways System» in einem allumfassenden Ansatz untersucht und bewertet.

  • Technologie
  • Betriebliche Herausforderungen
  • Sozio-ökonomische Aspekte (volkswirtschaftlicher Nutzen im Gegensatz zum «konventionellen» Ausbau, Finanzierung, etc.)
  • Regulatorische und juristische Hemmnisse (insbesondere auch Governance eines Supergrids)
  • Umweltschutzaspekte
  • Akzeptanz in der Gesellschaft
  • Geopolitische Herausforderungen
  • Neue Planungsmethoden unter Berücksichtigung von Netz und Markt

Rolle eines europäischen Supergrids

Mit dem Supergrid soll ein übergelagertes Stromnetz aufgebaut werden, das für den weiträumigen Transport grosser Strommengen ausgelegt ist. Dafür werden spezielle, neue Höchstspannungsleitungen benötigt, sogenannte Stromautobahnen. Bisher wurden Kraftwerke dort gebaut, wo der grösste Verbrauch anfiel, wodurch der Transport über mittlere Entfernungen im Vordergrund stand. In Zukunft wird der Strom aus erneuerbaren Energien verstärkt dort produziert werden, wo es aus wirtschaftlichen und technischen Aspekten am sinnvollsten ist, um die europaweit gesetzten Klimaziele erreichen zu können. Der Strom aus erneuerbaren Energiequellen wird oft dezentral produziert, zum Beispiel durch grosse Windenergiepotenziale in den «Offshore-Windparks» der Nord- und Ostsee. Dadurch wird eine massive Zunahme der Lastflüsse in Nord-Süd-Richtung erwartet. Das Gleiche gilt für die zunehmende Produktion von Solarstrom im Süden Europas, welche in die Lastzentren transportiert werden muss. Weil die Produktions- und Verbrauchszentren geographisch immer mehr auseinander fallen, liegen die zukünftigen Aufgaben der Stromübertragung immer mehr bei einem länder- und kontinentübergreifenden Transport.

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