Regelpooling

Der Branchenverband VSE hat in Zusammenarbeit 2013 mit Swissgrid ein Dokument zum Regelpooling verabschiedet, um die SDL-Lieferung aus beliebigen Bilanzgruppen zu ermöglichen. Hierfür konnte Swissgrid zwei entscheidende Erneuerungen einführen:

  1. Technische Anlagen auf den Netzebenen 5 und 7 dürfen zu einer virtuellen Erzeugungseinheit zur Regelenergielieferung zusammengefasst werden. Es gibt keine Einschränkungen hinsichtlich Grösse und Art der technischen Anlagen.
  2. Technische Anlagen dürfen Schweizweit – unabhängig von ihrer Bilanzgruppenzugehörigkeit – in ein Bilanzgruppen-neutrales Regelenergie-Portfolio integriert werden.

Diese Neuerungen erlauben den Akteuren im SDL-Markt eine Bündelung der Erzeugungs- und Verbrauchseinheiten. Gleichzeitig wird einer neuen Gruppe von Anbietern der Markteinstieg ermöglicht. Damit ist die Voraussetzung für eine breitere Anbieterlandschaft und auch eine reduzierte Abhängigkeit von hydraulischen Erzeugungseinheiten gewährleistet.

Auch in den Regelzonen Europas wird diese Thematik derzeit intensiv diskutiert. Der Swissgrid-Ansatz erweist sich als konsequent und innovativ. Die Komplexität des Konzeptes war jedoch sowohl für die betroffenen Branchenvertreter als auch für Swissgrid eine Herausforderung. Der Abschluss der revidierten Bilanzgruppen- und SDL-Verträge mit allen Swissgrid Partnern im September 2013 bildete den letzten Meilenstein des ambitionierten Projekts.

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