Stern von Laufenburg

Wir schreiben das Jahr 1958, als im aargauischen Fricktal die Stromnetze Deutschlands, Frankreichs und der Schweiz auf der 220-Kilovolt-Spannungsebene zusammengeschaltet werden. Die mitteleuropäischen Staaten rücken damit näher zusammen. Mit der als «Stern von Laufenburg» bekannten Schaltanlage ist das europäische Stromnetz geboren.

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Beim Bau der Leitungen wird Stück für Stück Stromgeschichte geschrieben.

Rückgrat der europäischen Energieversorgung

Die damals in Laufenburg erweiterte Schaltanlage gilt als Meilenstein in der Stromgeschichte. Der «Stern von Laufenburg» unterstützt eine noch nie da gewesene Netzstabilität und die Versorgungssicherheit für die Schweiz und ganz Mitteleuropa. Mit einem Schlag entsteht der grenzüberschreitende Strommarkt.

Die Basis für einen internationalen Verbundnetzbetrieb war geschaffen. Notwendig wird die europäische Koordination der Stromflüsse nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Stromkonsum steigt explosionsartig, und die Energie soll über kürzere Distanzen sicher zum Verbraucher transportiert werden.

60 Jahre «Stern von Laufenburg»

Heute garantiert das europäische Verbundnetz die sichere Stromversorgung für über 30 Länder mit über 530 Millionen Konsumenten. Der Stromaustausch ermöglicht es, Stromengpässe in einzelnen Ländern zu überwinden und Überlastungen zu vermeiden. Kraftwerksausfälle oder Überproduktionen werden dank dieser internationalen Kooperation ebenfalls kompensiert. Davon profitiert die Netzsicherheit und schlussendlich jeder einzelne Konsument.

Das Verbundnetz orientiert sich an der Topografie und am Energieangebot der einzelnen Regionen. Dazu zählen beispielsweise die Windenergie aus der Nordsee, Spanien und Portugal sowie die Sonnenenergie aus Südeuropa und Nordafrika. Über die Alpen verbindet das Schweizer Stromnetz als zentraler Teil des europäischen Verbundnetzes den Norden mit dem Süden Europas. Die Alpen agieren gleichzeitig als wichtiger Energiespeicher für ganz Europa: In den Schweizer Speicherseen sind grosse Mengen an Energie gespeichert, die bei Bedarf wieder abgeführt werden.

Sichere Stromversorgung in Europa dank Swissgrid

Die Schweiz ist mit über 40 Leitungen eng mit ihren Nachbarländern vernetzt. Als Stromdrehscheibe leistet sie einen Beitrag zur Sicherheit der europäischen Stromversorgung. Im Auftrag des ENTSO-E, des Verbands Europäischer Übertragungsnetzbetreiber, übernimmt Swissgrid als Koordinationszentrum für Südeuropa eine zentrale Rolle, um das europäische Netz im Gleichgewicht zu halten. Dazu werden verfügbare Transportkapazitäten an die Partnernetzbetreiber vergeben und drohende Überlastungen verhindert. Höchstes Ziel ist stets die Sicherstellung der Stromversorgung – und dies nicht nur für die Schweiz.

Damit diese Aufgabe auch künftig reibungslos erfüllt wird, ist eine enge Zusammenarbeit mit Europa wichtig – trotz fehlendem Stromabkommen. Swissgrid engagiert sich deshalb in nationalen und internationalen Gremien, um die Schweizer Interessen zu vertreten und eine reibungslose Zusammenarbeit mit Europa sicherzustellen.

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