Strompreis

Das Stromversorgungsgesetz (StromVG) und die Stromversorgungsverordnung (StromVV) definieren den Auftrag und die Rahmenbedingungen für die unternehmerischen Aktivitäten von Swissgrid. Für ihre Leistungen kalkuliert Swissgrid jedes Jahr die Netznutzungs- und Systemdienstleistungstarife. Sie berechnet die Tarife jeweils auf Basis von Prognosen. Ihre Tarife werden von der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (ElCom) überwacht.

Strompreis 2022

Am gesamten Strompreis, den der Endverbraucher bezahlt, machen die Kosten für das Übertragungsnetz von Swissgrid ca. 8 Prozent aus. Ein Schweizer Haushalt mit 4500 kWh Jahresverbrauch zahlt 2023 70 Franken an die Kosten des von Swissgrid betriebenen Übertragungsnetzes.

Die Kosten für die Systemdienstleistungen werden grösstenteils durch die Regelleistungsvorhaltung verursacht. Mit der von Kraftwerken zur Verfügung gestellten Regelenergie gleicht Swissgrid kurzfristige Differenzen zwischen Stromproduktion und -verbrauch aus. Der Netznutzungstarif deckt die Kosten für die Erneuerung, den Ausbau und den Unterhalt des Übertragungsnetzes, ebenso für den Betrieb sowie die Überwachung aus den Leitstellen.

Die Tarife für die Netznutzung – ein Arbeitstarif, ein Leistungstarif sowie der fixe Grundtarif pro gewichtetem Ausspeisepunkt – stellt Swissgrid den direkt am Übertragungsnetz angeschlossenen Verteilnetzbetreibern in Rechnung. Diese kalkulieren dann auf Basis ihrer Netzkosten und der umgewälzten Netznutzungstarife von Swissgrid ihre eigenen Tarife. Für die Endverbraucher wie beispielsweise private Haushalte können die Stromtarife daher je nach Verteilnetzbetreiber unterschiedlich hoch ausfallen.

Bei privaten Endverbrauchern sind die Swissgrid Tarife Netznutzung und individuelle Systemdienstleistungen auf der Stromrechnung als Anteil in der Preiskomponente «Netznutzung» enthalten. Die allgemeinen Systemdienstleistungstarife sowie die Abgaben für die kostendeckende Einspeisevergütung und Gewässerschutz sind in der Regel auf den Stromrechnungen separat ausgewiesen.


Fragen & Antworten

Die Kosten für die Endverbraucher steigen 2023 gegenüber 2022. Wieso?

Tatsächlich steigen insbesondere die Tarife für allgemeine Systemdienstleistungen sowie für Wirkverluste. Die Kosten in der Sparte allgemeine Systemdienstleistungen sind grösstenteils auf die Vorhaltung von Regelleistung zurückzuführen und in der Sparte individuelle Systemdienstleistungen «Wirkverluste» auf die Beschaffung von Wirkverlustenergie. Die Preise für diese Produkte korrelieren mit den Entwicklungen auf den Strommärkten. Zum Zeitpunkt der Tarifberechnung für 2023 mussten wir von hohen Preisen ausgehen, wie sie in den letzten Monaten zu beobachten waren. Zudem müssen wir in der Sparte der allgemeinen Systemdienstleistungen eine Unterdeckung abbauen, die grossteils ebenfalls auf die stark gestiegenen Strommarktpreise zurückzuführen ist. Deshalb steigen die Tarife für allgemeine SDL von 0.16 Rp/kWh auf 0.46 Rp/kWh und der Tarif für Wirkverluste von 0.16 Rp./kWh auf 0.30 Rp/kWh.

Die Tarife für die Netznutzung nehmen nur leicht zu, der Tarif für Blindenergie sinkt sogar.

Die Welt befindet sich in einer aussergewöhnlichen Lage. Warum erhöht Swissgrid genau jetzt die Tarife?

Swissgrid ist in einem stark regulierten Umfeld tätig, insbesondere auch was die Tarifberechnung angeht. Ebenso wirken sich die Preise am Strommarkt sowie weitere externe Faktoren auf die Tarife aus (hydrologische Gegebenheiten, Liquidität des Marktes, Bieterverhalten etc). Diese Ausgangslage lässt Swissgrid wenig Spielraum, ihre Tarife flexibel auf aktuelle wirtschaftliche und politische Gegebenheiten anpassen zu können.

Werden die Tarife bald wieder sinken? Wie verhalten sich die Tarife in Zukunft?

Swissgrid rechnet für die Zukunft mit stärkeren Schwankungen bei den Tarifen.

Die Prognose über die zukünftige Tarifentwicklung ist immer mit Unwägbarkeiten verbunden. Insbesondere der Beschaffungsaufwand der Sparte Allgemeine SDL wird massgeblich durch externe Faktoren beeinflusst (Marktpreise, hydrologische Gegebenheiten, Liquidität des Marktes, Bieterverhalten etc), der Beschaffungsaufwand bei den Wirkverlusten durch die Preise am Spotmarkt bestimmt. Swissgrid engagiert sich dafür, mittels möglichst tiefer Betriebs- und Beschaffungskosten die Tarife so günstig wie möglich zu halten.

Wie fliessen die Tarife von Swissgrid in die Stromrechnung ein?

Die Tarife für die Netznutzung – ein Arbeitstarif, ein Leistungstarif sowie der fixe Grundtarif pro gewichtetem Ausspeisepunkt – stellt Swissgrid den direkt am Übertragungsnetz angeschlossenen Verteilnetzbetreibern in Rechnung. Diese kalkulieren dann auf Basis ihrer Netzkosten und der umgewälzten Netznutzungstarife von Swissgrid ihre eigenen Tarife. Für die Endverbraucher, wie beispielsweise private Haushalte, können die Stromtarife daher je nach Verteilnetzbetreiber unterschiedlich hoch ausfallen. Denn die Netznutzungstarife, welche die Endkunden bezahlen, enthalten Kosten für alle Netzebenen der Schweiz.

Der allgemeine Systemdienstleistungstarif wird von Swissgrid direkt an alle Verteilnetzbetreiber verrechnet, die diesen ihren Endverbrauchern weitergeben.

Möchte Swissgrid nicht einfach möglichst viel Geld einnehmen?

Nein. Swissgrid bewegt sich in einem stark regulierten Umfeld. Das Stromversorgungsgesetz (StromVG) und die Stromversorgungsverordnung (StromVV) definieren den Auftrag und die Rahmenbedingungen für die unternehmerischen Aktivitäten von Swissgrid.

Die Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom überwacht die Einhaltung der Vorgaben von StromVG und StromVV. Sie ist die unabhängige, staatliche Regulierungsbehörde im Elektrizitätsbereich und überwacht die Geschäftstätigkeit von Swissgrid. Unter anderem überprüft sie die Anrechenbarkeit der Kosten und die von Swissgrid verrechneten Tarife.

Swissgrid berechnet die Tarife jeweils auf Basis von Planzahlen im Voraus. Innerhalb des betroffenen Geschäftsjahres weichen dann die tatsächlichen Kosten und Erlöse von den Annahmen ab. Hinsichtlich der Deckungsdifferenzen ist zu beachten, dass gemäss Art. 19 Abs. 2 StromVV in der Vergangenheit erzielte Überdeckungen durch Senkung der Tarife in der Zukunft zu kompensieren sind. Höhere Tarifeinnahmen führen daher nicht zu einem höheren Gewinn von Swissgrid.


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