Alle Themen

ENTSO-E Betriebshandbuch

Der sichere und effiziente Betrieb des kontinentaleuropäischen Übertragungsnetzes (ENTSO-E Continental European Grid) erfordert eine enge Zusammenarbeit der Übertragungsnetzbetreiber. Zu diesem Zweck hat die ENTSO-E bzw. ihre Vorläuferin UCTE Regeln und Empfehlungen erarbeitet, die die Zusammenarbeit festlegen.

Das Hauptziel des ENTSO-E Betriebshandbuches ist:

  • Ein umfassendes Regelwerk von technischen Standards und Empfehlungen zu schaffen
  • Den sicheren Betrieb des ENTSO-E kontinentaleuropäischen Übertragungsnetzes zu gewährleisten

Das Betriebshandbuch beinhaltet:

  • Die heute gültigen Regeln und Empfehlungen
  • Regeln bei kritischen Netzsituationen
  • Regeln für Kommunikation oder Datenaustausch

Europäische Network Codes

Am 3. März 2011 trat in der Europäischen Union das dritte Energiepaket als neue gesetzliche Grundlage für die europäischen Energiemärkte in Kraft und löste damit das zweite Paket aus dem Jahr 2003 ab. Das dritte Paket schuf insbesondere eine Agentur für die Kooperation der Energieregulatoren (ACER) sowie je einen Verband für die Übertragungsnetzbetreiber im Strom- und Gassektor (ENTSO-E und ENTSO-G). Aber es schuf auch strengere Unbundlingvorschriften für Strom- und Gasnetzbetreiber, gestärkte Konsumentenrechte sowie Massnahmen im Bereich der Versorgungssicherheit.

ACER wurde mit der Entwicklung von Framework Guidelines beauftragt, auf deren Basis ENTSO-E (für den Stromsektor) sogenannten Network Codes erarbeitet. Diese Network Codes definieren und harmonisieren zahlreiche Regelungen für das Stromnetz, unter anderem in den Bereichen Netzbetrieb, Netzanschluss, Engpassmanagement und Regelenergie. Ausserdem bilden sie damit die Grundlage für einen gemeinsamen europäischen Strommarkt, den die EU bereits bis 2015 erreichen möchte. Im Unterschied zu früheren Regelwerken ist deshalb auch vorgesehen, dass die Network Codes in einem mehrstufigen Verfahren zu verbindlichem EU-Recht erklärt werden können.

Im Rahmen ihrer Mitgliedschaft bei ENTSO-E arbeitet Swissgrid an der Entwicklung der Network Codes mit und kann auf diesem Weg Schweizer Anliegen anbringen. Swissgrid stimmt sich dazu über den VSE und spezialisierte Branchen-Expertenteams regelmässig mit der Schweizer Strombranche ab. Zudem stehen allen Akteuren der Strombranche die öffentlichen Konsultationen von ACER und ENTSO-E zur Verfügung, um Stellungnahmen zu den Framework Guidelines und Network Codes einzugeben. Dies ist umso wichtiger, als die Network Codes erstmals die gesamte Wertschöpfungskette vom Generator über das Übertragungs- und Verteilnetz bis hin zum Verbraucher abdecken und auch die Schnittstellen beschreiben.

Der Anpassungsbedarf einer subsidiären NC-Implementierung in der Schweiz soll in gemeinsamen Arbeitsgruppen mit der Branche und Swissgrid erhoben werden. Die Implementierung der Änderungen erfolgt gemäss den aktuellen Verantwortlichkeiten für die einzelnen Branchendokumente.


Transmission Code Schweiz

Der Transmission Code ist ein Regelwerk, das die technischen und organisatorischen Grundsätze für das schweizerische Übertragungsnetz definiert. Die Bestimmungen des Transmission Codes betreffen das Verhältnis zwischen Swissgrid und den Betreibern / Eigentümern der angeschlossenen Verteilnetze, Erzeugungseinheiten und Endverbrauchern sowie weiteren Strommarktakteuren. Der Transmission Code beschreibt die Aufgaben und Funktionen aller daran beteiligten Akteure. Darin werden auch die Schnittstellen zwischen Swissgrid und den Akteuren geregelt. Des weiteren definiert dieses Regelwerk die Mindestanforderungen für den Betrieb und die Nutzung des sowie Anschluss an das Schweizer Übertragungsnetz.

Kontakt

Anrede

Bitte auswählen

Bitte füllen Sie dieses Feld aus

Bitte füllen Sie dieses Feld aus

Bitte geben Sie eine gültige E-Mail Adresse ein

Bitte füllen Sie dieses Feld aus