Netztechnologien

Freileitung oder Kabel?

Ob eine Hochspannungsleitung als Freileitung gebaut oder in Form eines Kabels in den Boden verlegt werden soll, wird auf Grundlage verschiedenster Kriterien entschieden. Deshalb prüft Swissgrid bei jedem Netzprojekt Varianten mit Kabel und Freileitung.

Auf Höchstspannungsebene (220 kV und 380 kV) wird der Strom bislang weitgehend über Freileitungen transportiert. Die Luft dient dabei als optimaler Isolator. Die durch den Stromfluss entstehende Wärme kann gut an die Umwelt abgegeben werden. Im Winter lässt sich wegen den tieferen Temperaturen deutlich mehr Strom als im Sommer transportieren.

Bis zu einer Spannung von 150 kV werden, sofern möglich, Erdkabel eingesetzt. In diesen niedrigeren Spannungsebenen sind die Erdkabel breit erprobt. Verlässliche Erfahrungswerte auf der Höchstspannungsebene mit Distanzen über einem Kilometer Länge liegen hingegen noch zu wenig vor.

Freileitung
1/5: Eine Freileitung besteht aus der Gesamtheit aller Phasen- und Erdleiter auf einem Tragwerk und wird oberirdisch geführt. Zur Energieübertragung auf der Höchstspannungsebene wie z.B. 220 und 380 Kilovolt setzt man weltweit überwiegend Freileitungen ein. Als Isolation dient die den Leiter umgebende Luft.
Rohrblock
2/5: Betonrohrblöcke werden in offener Bauweise in ca. 1 - 2 m Tiefe verlegt. Die Breite des Kabelgrabens beträgt ca. 5 m. Für den Bau ist eine minimale Breite von ca. 25 m notwendig
Tunnelbau
3/5: Um Erdkabel grabenlos zu verlegen, werden im Stollenbau oder Pressvortrieb Tunnel von ca. 3 - 4 m Durchmesser gebaut. Die Kabel werden auf speziellen Kabelträgern geführt.
Gesteuerte Bohrung
4/5: Ein richtungsgesteuerter Bohrkopf untergräbt oberflächliche Hindernisse. Damit diese nicht einstürzen, wird stabilisierende Flüssigkeit hinter den Bohrkopf gepumpt und Leerrohre für die Kabel werden eingezogen. Diese Bauweise eignet sich für kurze Distanzen wie die Unterquerung von Gewässern oder Strassen.
5/5: Übergang Freileitung Kabelstrecke: Kommen unterschiedliche Technologien innerhalb einer Leitung zur Anwendung, gilt es zusätzliche Faktoren zu berücksichtigen. Dazu gehört, dass die Trasseeführung anspruchsvoller wird. Denn für die Verbindung der Erdkabel mit der Freileitung ist jeweils ein Übergangsbauwerk in der Grösse eines Eishockeyfeldes notwendig. Bei der Platzierung von Übergangsbauwerken sowie bei der Trasseeführung des Kabelgrabens stellen z.B. die Querung von bestehenden (Verkehrs­) Infrastrukturen beachtliche Herausforderungen für Projektierung und Umsetzung dar.

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