Strompreis

Das Stromversorgungsgesetz (StromVG) und die Stromversorgungsverordnung (StromVV) definieren den Auftrag und die Rahmenbedingungen für die unternehmerischen Aktivitäten von Swissgrid. Für ihre Leistungen kalkuliert Swissgrid jedes Jahr die Netznutzungs- und Systemdienstleistungstarife. Sie berechnet die Tarife jeweils auf Basis von Prognosen. Ihre Tarife werden von der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (ElCom) überwacht.

Die Kosten für die Systemdienstleistungen werden grösstenteils durch die Regelleistungsvorhaltung verursacht. Mit der von Kraftwerken zur Verfügung gestellten Regelenergie gleicht Swissgrid kurzfristige Differenzen zwischen Stromproduktion und -verbrauch aus. Der Netznutzungstarif deckt die Kosten für die Erneuerung, den Ausbau und den Unterhalt des Übertragungsnetzes, ebenso für den Betrieb sowie die Überwachung aus den Leitstellen.

Die Tarife für die Netznutzung – ein Arbeitstarif, ein Leistungstarif sowie der fixe Grundtarif pro gewichtetem Ausspeisepunkt – stellt Swissgrid den direkt am Übertragungsnetz angeschlossenen Verteilnetzbetreibern in Rechnung. Diese kalkulieren dann auf Basis ihrer Netzkosten und der umgewälzten Netznutzungstarife von Swissgrid ihre eigenen Tarife. Für die Endverbraucher wie beispielsweise private Haushalte können die Stromtarife daher je nach Region unterschiedlich hoch ausfallen.

Bei privaten Endverbrauchern sind die Swissgrid Tarife Netznutzung und individuelle Systemdienstleistungen auf der Stromrechnung als Anteil in der Preiskomponente «Netznutzung» enthalten. Die allgemeinen Systemdienstleistungstarife sowie die Abgaben für die kostendeckende Einspeisevergütung und Gewässerschutz sind in der Regel auf den Stromrechnungen separat ausgewiesen.

Am gesamten Strompreis, den der Endverbraucher bezahlt, machen die Kosten für das Übertragungsnetz von Swissgrid ca. 6 Prozent aus. Ein durchschnittlicher Schweizer Haushalt mit 4500 kWh Jahresverbrauch zahlt 2018 insgesamt 52 Franken an die Kosten des von Swissgrid betriebenen Übertragungsnetzes.

Strompreis 2018

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