| Medienmitteilung

Revision StromVG

Swissgrid begrüsst die politische Diskussion zur Versorgungssicherheit

Die durch die Revision des Stromversorgungsgesetzes (StromVG) angestossene Diskussion zur Versorgungssicherheit der Schweiz ist notwendig. Swissgrid hinterfragt jedoch die neu vorgeschlagenen Lösung der Speicherreserve und ortet bei deren konkreten Ausgestaltung noch erheblichen Klärungsbedarf bezüglich Kompetenzen und Verantwortlichkeiten der einzelnen Akteure. Die angestrebte Marktöffnung wirkt sich positiv auf das Übertragungsnetz aus.

Das StromVG ist die wichtigste Rechtsgrundlage für die Tätigkeiten von Swissgrid. Mit der vorliegenden Revision des StromVG sollen insbesondere die vollständige Marktöffnung umgesetzt und die Speicherreserve eingeführt werden.

Zweiter Marktöffnungsschritt positiv für das Übertragungsnetz

Swissgrid setzt sich für einen wettbewerbsorientierten und transparenten Energiemarkt ein. Die vollständige Strommarktöffnung bringt neue Anbieter und mehr Innovation. Dies wirkt sich positiv auf das Übertragungsnetz und auf die gesamte Volkswirtschaft aus. Die Marktöffnung stellt aber auch höhere Anforderungen bezüglich Effizienz und Datenqualität an die gesamte Stromwirtschaft. Die Verfügbarkeit von zeitnahen und zuverlässigen Daten für Prognose- und Monitoring-Aufgaben wird damit sehr wichtig. Die vollständige Marktöffnung ist zudem eine der Voraussetzungen für den Abschluss eines bilateralen Stromabkommens mit der Europäischen Union.

Speicherreserve: Fragen zur Ausgestaltung klären

Swissgrid befürwortet die Diskussion um die Versorgungssicherheit in der Schweiz. Der im Gesetz vorgeschlagenen Lösung in Form einer Speicherreserve steht Swissgrid hingegen kritisch gegenüber und stellt den Bedarf grundsätzlich in Frage. Denn weder aus der Studie zur System Adequacy des Regulators ElCom (Horizont 2020/2025) noch aus der Studie des Bundesamtes für Energie (Horizont 2030/2035) lässt sich die Notwendigkeit einer solchen Reserve ableiten. Zudem bestehen hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung noch etliche Fragen. Neben der technischen Umsetzung sind insbesondere auch Fragen zu den Rollen und Verantwortlichkeiten zu klären.

Swissgrid hat den gesetzlichen Auftrag, für einen zuverlässigen und leistungsfähigen Betrieb des Übertragungsnetzes zu sorgen. Die Versorgungsverantwortung obliegt hingegen der Elektrizitätsbranche als Ganzes. Durch das Abrufen einer Speicherreserve würde Swissgrid jedoch indirekt zum letztinstanzlichen Stromversorger. Diese Rolle lehnt Swissgrid ab.

Eine reine Reservierung der bereits vorhandenen Energie (z.B. Wasser in den Speicherseen) trägt zudem nicht zur Erhöhung der Versorgungssicherheit bei. Die Reservierung verschiebt lediglich den Zeitpunkt, verhindert aber nicht zwingend das Eintreten einer Energiemangellage. Um wirkungsvoll einer Energiemangellage zu begegnen, müsste ein «Mehr» an Energie ins System gebracht werden.


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