Swissgrid veröffentlicht wöchentlich zentrale Kennzahlen zur Systembilanz und zum Einsatz von Regelenergie im Schweizer Übertragungsnetz. Die Grafiken zeigen Systemungleichgewichte sowie Angebote und aktivierte Mengen der Sekundär- und Tertiärregelenergie. Sie geben zudem Einblick in die Ausgleichsenergiepreise und die daraus resultierenden Kosten.
Die Daten veranschaulichen, wie Swissgrid das Gleichgewicht zwischen Stromproduktion und -verbrauch sicherstellt. Damit trägt Swissgrid wesentlich zur Stabilität des Stromnetzes bei.
Systembilanz
Dieses Diagramm zeigt die sogenannte Total System Imbalance in der Regelzone Schweiz. Sie gibt an, wie stark Produktion und Verbrauch in der Regelzone Schweiz voneinander abweichen.
- Positive Werte (long) bedeuten, dass die Produktion den Verbrauch zu diesem Zeitpunkt übersteigt.
- Negative Werte (short) bedeuten, dass die Produktion tiefer liegt als der Verbrauch.
Die Total System Imbalance entsteht typischerweise durch Prognosefehler, kurzfristige Änderungen der Produktion (z.B. bei erneuerbaren Energien), ungeplanten Kraftwerksausfällen oder Abweichungen beim Verbrauch.
Ein Ungleichgewicht in der Total System Imbalance fordert den Einsatz von Regelenergie durch Swissgrid. Positive Abweichungen werden mit negativer Regelenergie, negative Abweichungen mit positiver Regelenergie ausgeglichen.
Bei den vorliegenden Daten handelt es sich um indikative, aus Realtime-Systemen berechnete Schätzwerte.
Angebot und Aktivierung Sekundärregelenergie
Dieses Diagramm zeigt die angebotenen und aktivierten Mengen an Sekundärregelenergie («automatic Frequency Restoration Reserve», aFRR) in der Regelzone Schweiz. Der Einsatz von Sekundärregelenergie dient dazu, Unausgeglichenheiten zwischen Produktion und Verbrauch auszugleichen. Ist die Produktion in der Regelzone Schweiz tiefer als der Verbrauch, wird positive Sekundärregelenergie eingesetzt. Ist die Produktion höher als der Verbrauch, wird negative Sekundärregelenergie aktiviert.
- Angebotene Menge aFRR: Diese Kurven zeigen die von den Marktteilnehmern bereitgestellte Regelenergie, getrennt für positive und negative Werte.
- Aktivierte Menge aFRR: Diese Werte zeigen, wie viel der angebotenen Regelenergie tatsächlich von Swissgrid abgerufen wurde.
Angebot und Aktivierung Tertiärregelenergie
Dieses Diagramm zeigt die angebotenen und aktivierten Mengen an Tertiärregelenergie («manual Frequency Restoration Reserve», mFRR) im Schweizer Stromsystem. Tertiärregelenergie wird eingesetzt, um grössere oder länger andauernde Ungleichgewichte in der Regelzone Schweiz auszugleichen und die in den vorhergehenden Minuten erbrachte Sekundärregelenergie abzulösen.
- Angebotene Menge mFRR: Diese Kurven zeigen die von den Marktteilnehmern bereitgestellte Regelenergie, getrennt für positive und negative Werte.
- Aktivierte Menge mFRR: Diese Werte zeigen, wie viel der angebotenen Regelenergie tatsächlich von Swissgrid abgerufen wurde.
Durchschnittspreise aktivierte Regelenergie
Die folgenden Diagramme zeigen die Durchschnittspreise der aktivierten Sekundär- resp. Tertiärregelenergie.
- Durchschnittspreis aktivierte Menge positiver Regelenergie: Die von Swissgrid eingesetzten Mengen in positiver Lieferrichtung werden im Durchschnitt zu diesem Preis an die Marktteilnehmer vergütet.
- Durchschnittspreis aktivierte Menge negativer Regelenergie: Die von Swissgrid eingesetzten Mengen in negativer Lieferrichtung werden im Durchschnitt zu diesem Preis mit den Marktteilnehmern verrechnet. Ist der Preis positiv, fliesst die Entschädigung von den Marktteilnehmern an Swissgrid. Ist der Preis im Minusbereich, fliesst die Entschädigung von Swissgrid an die Marktteilnehmer.
Ein positiver Preis für negative Regelenergie kann entstehen, weil nicht nur eine Systemdienstleistung vergütet wird, sondern auch die tatsächlich ausgetauschte Energie einen Wert hat. Bei der Aktivierung von negativer Sekundär- oder Tertiärregelenergie (SRE-/TRE-) reduziert der Anbieter seine Einspeisung bzw. erhöht seinen Verbrauch und «übernimmt» damit faktisch Energie aus dem System. Entsprechend kann – je nach Marktsituation und Energiepreisniveau – eine Zahlung von den Marktteilnehmern an Swissgrid erfolgen.
Hohe Ausschläge der Preise deuten auf Situationen mit starkem Regelbedarf oder knappen verfügbaren Ressourcen hin.
Sekundärregelenergie
Die Preisverläufe zeigen, wie sich die Kosten für den kurzfristigen Systemausgleich im Zeitverlauf entwickeln und wie volatil der Markt für aktivierte Regelenergie sein kann.
Tertiärregelenergie
Die Preisverläufe verdeutlichen, wie sich die Kosten für den Einsatz von Tertiärregelenergie im Zeitverlauf entwickeln und wie volatil der Markt sein kann.
Kosten der aktivierten Regelenergie
Die folgenden Diagramme zeigen die kumulierten Kosten der aktivierten Regelenergie in einer Woche, dargestellt in Tausend Euro (tEUR). Beträge mit positivem Vorzeichen sind aus Perspektive Swissgrid Kosten, Beiträge mit negativem Vorzeichen sind Erlöse.
In positiver Lieferrichtung fallen in aller Regel Kosten für Swissgrid an. In negativer Lieferrichtung fallen bei positiven Preisen Erlöse, bei negativen Preisen aber ebenfalls Kosten für Swissgrid an. Die Kosten entstehen, wenn zur Stabilisierung des Schweizer Stromsystems Regelenergie aktiv abgerufen werden muss – entweder für den Einsatz zusätzlicher Energie oder zum Reduzieren überschüssiger Einspeisung.
Sekundärregelenergie
Die kontinuierlich ansteigende Kurve zeigt:
- Den finanziellen Aufwand, der für den kurzfristigen Ausgleich von Systemungleichgewichten notwendig ist.
- Zeitpunkte mit erhöhtem Regelenergiebedarf, die sich durch stärkere Anstiege bemerkbar machen.
- Die Gesamtkosten, die im Verlauf des dargestellten Zeitfensters für die Systemstabilisierung angefallen sind.
Tertiärregelenergie
Die kontinuierlich ansteigende Kurve zeigt:
- Den finanziellen Aufwand, der für den Ausgleich größerer oder länger anhaltender Systemungleichgewichte notwendig ist.
- Zeitpunkte mit erhöhtem Regelenergiebedarf, die sich durch steilere Anstiege bemerkbar machen.
- Die Gesamtkosten, die im Verlauf des dargestellten Zeitfensters für die Bereitstellung und Aktivierung von Tertiärregelenergie angefallen sind.
Ausgleichsenergiepreis
Das Diagramm zeigt den Ausgleichsenergiepreis in der Regelzone Schweiz (in EUR/MWh). Es handelt sich dabei um diejenigen Preise, welche bei der Verrechnung der Unausgeglichenheiten der Bilanzgruppen zu Anwendung kommen.
Beim Ausgleichsenergiepreis wird zwischen einer unterdeckten und einer überdeckten Regelzone unterschieden:
- Unterdeckte Regelzone (short): Der Preis entspricht dem höheren Wert aus mengengewichtetem Durchschnittspreis Sekundär- und Tertiärregelenergie oder Day-Ahead Spotpreis in positiver Richtung.
- Überdeckte Regelzone (long): Der Preis entspricht dem tieferen Wert aus mengengewichtetem Durchschnittspreis Sekundär- und Tertiärregelenergie oder Day-Ahead Spotpreis in negativer Richtung.
Der so ermittelte Preis kommt symmetrisch zur Anwendung: Bilanzgruppen bezahlen bzw. erhalten entsprechend ihrer Unausgeglichenheit und dem entsprechend geltenden Ausgleichsenergiepreis.
Bei den vorliegenden Daten handelt es sich um indikative, aus Realtime-Systemen berechnete Schätzwerte.
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