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Europa und die Schweiz aus dem Weltall betrachtet

Die Schweiz braucht das Stromabkommen

Wie wird die Schweiz künftig mit ihren Nachbarländern im Strombereich zusammenarbeiten? Mit oder ohne Stromabkommen? Die Rahmenbedingungen werden sich in jedem Fall ändern – den Status quo wird es nicht mehr geben.


Die Schweiz mitten im europäischen Verbundnetz

Für eine sichere Versorgung mit Strom und ein stabiles Netz sind wir auf den ständigen Stromaustausch mit unseren Nachbarländern sowie die enge Zusammenarbeit angewiesen. Das hat Geschichte: 1958 legte die Schweiz in Laufenburg den Grundstein für das europäische Verbundnetz. Heute ist die Schweiz mit 41 Grenzleitungen eng mit den Stromnetzen der Nachbarländer verbunden.

Das Stromsystem in Europa und der Schweiz befindet sich aktuell in einer tiefgreifenden Transformation. Die Dekarbonisierung, die Elektrifizierung sowie der Ausbau erneuerbarer Energien verändern es grundlegend. Diese Herausforderung sollte die Schweiz nicht im Alleingang meistern müssen.

Obwohl die Schweiz mitten im europäischen Stromsystem liegt, ist sie von wichtigen operativen Prozessen und Entscheidungen ausgeschlossen. Die heutige Zusammenarbeit mit den europäischen Partnern basiert auf befristeten Regelungen und Vereinbarungen. Dieser Status quo lässt sich langfristig nicht aufrechterhalten.

Wie funktioniert die Stromversorgung in der Schweiz?

Vom Kraftwerk bis zur Steckdose: Strom ist ständig im Fluss und macht nicht an Landesgrenzen halt. Aber wie entsteht Strom? Wie gelangt er zur Steckdose? Und funktioniert die Schweiz auch als Strominsel?

1/3: Wie entsteht Strom?
2/3: Wie gelangt Strom zur Steckdose?
3/3: Funktioniert die Schweiz als Strominsel?

Was ist das Stromabkommen?

Das Stromabkommen ist ein geplanter völkerrechtlicher Vertrag zwischen der Schweiz und der Europäischen Union. So vereinbaren die Staaten untereinander verbindliche Regeln. Als Teil der Bilateralen III schafft es die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit im Strombereich.

Mit dem Stromabkommen kann die Schweiz an wichtigen europäischen Prozessen und Plattformen für Stromhandel und Netzbetrieb teilnehmen. Dies ist wichtig; jetzt ist die Schweiz von zentralen europäischen Märkten und Prozessen ausgeschlossen. Das Abkommen schafft Klarheit und Verlässlichkeit, stärkt die Versorgungssicherheit dank Stromaustausch, gemeinsamer Plattformen für die Netzstabilität und der gemeinsamen Planung und sichert den Zugang zum europäischen Strommarkt.


Wo steht die Schweiz mit dem Stromabkommen?

Der Bundesrat hat das Stromabkommen verhandelt und seine Botschaft zum Stromabkommen im März 2026 ans Parlament überwiesen. Damit ist nun der parlamentarische Prozess im Gange.

Die Beratungen in den Kommissionen für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK) sind gestartet. Im Rahmen dieser Beratungen werden Vorschläge zur Anpassung von Schweizer Gesetzen und Verordnungen ausgearbeitet, die «innerstaatliche Umsetzung».

Da das Stromabkommen zahlreiche technische und regulatorische Fragen umfasst, erstrecken sich die Beratungen über mehrere Sitzungen der UREK. Sobald sich Nationalrat und Ständerat über die innerstaatliche Umsetzung geeinigt haben, kann die Vorlage dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden. Diese wird voraussichtlich 2028 zusammen mit weiteren Vorlagen aus den Bilateralen III stattfinden.

Weitere Informationen: Botschaft Paket Schweiz–EU (Bilaterale III)


Darum braucht die Schweiz ein Stromabkommen



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