Netzprojekt All'Acqua – Maggiatal – Magadino

Swissgrid erhöht die Kapazität der Leitungen zwischen All'Acqua und Magadino. Dies ist notwendig, um die vom Wasserkraftwerk im Maggiatal erzeugte Energie abtransportieren zu können. Dank dieser Massnahme können rund 60 km bestehende Leitungen zurückgebaut werden.

Ihr Ansprechpartner für dieses Netzprojekt

Alessandro Cameroni
Alessandro Cameroni

Telefon +41 58 580 21 11
info@swissgrid.ch

Planungsgebiet
Planungsgebiet
Rückbau
Rückbau
Bestehende Leitung
Bestehende Leitung
Unterwerk
Unterwerk

Übersicht

Das Projekt ist Teil des Strategischen Netzes 2025 von Swissgrid und sieht auf einer Länge von ca. 74 km eine doppelte Verbindung zwischen All'Acqua und Magadino vor. Die Verbindung verläuft durch das Maggiatal und ersetzt die bestehende Leitung, die mittlerweile veraltet und unzureichend ist. Das Projekt entstand aus einer gemeinsamen Studie des Kantons Tessin sowie Swissgrid, AET und SBB.

Nach ihrer Inbetriebnahme wird die neue Leitung den Abbau von rund 60 km nicht mehr benötigten Freileitungen im Maggiatal ermöglichen. Dies wird nicht nur den wertvollen Landschaften des Alto Ticino zugutekommen, sondern zugleich auch die Übertragungskapazität des Netzes erhöhen und den Transport der im Maggiatal erzeugten Energie verbessern, der derzeit Einschränkungen unterliegt.

Das Projekt befindet sich im Sachplan des Bundes (Korridorsuche), das die Planung von Vorhaben koordiniert, die sich erheblich auf Raum und Umwelt auswirken.


Projekt

Im Rahmen des Strategischen Netzes 2025 von Swissgrid wird eine neue 220-kV-Leitung durch das Maggiatal gebaut. Dabei wird das Umspannwerk Magadino mit einem neuen Unterwerk verbunden, das in All'Acqua im Bedrettotal gebaut wird. Die bestehende Leitung aus den 60er Jahren wird zurückgebaut. Ziel des Vorhabens ist neben dem Austausch der heutigen Leitung auch der Ausbau der Netzkapazität zur Übertragung der in den Wasserkraftwerken des Maggiatals erzeugten Energie. So kann zukünftig eine grössere Versorgungssicherheit im südlichen Alpenraum und in der Schweiz gewährleistet werden. Derzeit muss die Produktion der Kraftwerke um rund 30 Prozent eingeschränkt werden.

Der Abbau der ca. 60 km langen bestehenden Freileitung wird die Auswirkungen auf das Siedlungsgebiet, nationale und kantonale Schutzgebiete sowie die wertvollen Landschaften des Alto Ticino – insbesondere in den Gebieten Campolungo, Naret und Cristallina-Pass – verringern..

Aktueller Stand

  • Am 23. März 2016 hat der Bundesrat das Planungsgebiet für die neue doppelte 220-kV-Letiung von All'Acqua bis Magadino festgelegt. Innerhalb dieses Planungsgebietes hat Swissgrid mögliche Planungskorridore für Varianten komplett mit Erdkabeln, teilweise mit Erdkabeln sowie mit Freileitungen ausgearbeitet. Diese werden von der vom Bundesamt für Energie (BFE) eingesetzten Begleitgruppe untersucht.
  • Das Projekt befindet sich im Sachplanverfahren (Phase 2), das die Planung von Vorhaben koordiniert, die sich erheblich auf Raum und Umwelt auswirken. Im Sachplanverfahren werden mögliche Planungskorridore für Varianten komplett mit Erdkabeln, teilweise mit Erdkabeln sowie mit Freileitung untersucht.
  • Die Begleitgruppe wird vom BFE zusammengesetzt und besteht aus Vertretern der interssierten Bundesämter (ARE, BAFU, BAV usw.), des ESTI, der ElCom, der betroffenen kantonalen Behörden, Organisationen des privaten Bereichs (z.B. Stiftung Landschaftsschutz Schweiz) und Swissgrid. Je nach Bedarf werden unabhängige Experten beigezogen.
  • Die Begleitgruppe empfiehlt unter Anwendung des «Bewertungsschemas für Übertragungsleitungen» einen Planungskorridor sowie die Technologie Erdverkabelung, Teilverkabelung oder Freileitung.

Zeitplan im optimalen Fall (ohne Weiterzug an Gerichte)

November 2013 Allgemeine Studie zum Höchstspannungsnetz im Tessin
Februar 2015 Start des Sachplanverfahrens
Sommer 2015 Informationsveranstaltung für Behörden, Verbände und Öffentlichkeit vor der Auflage des Planungsgebietes
März 2016 Festsetzung des Planungsgebietes durch den Bundesrat
2019 – 2020 Öffentliches Anhörungs- und Mitwirkungsverfahren zum Planungskorridor
Ende 2020 Informationsveranstaltung für Behörden, Verbände und Öffentlichkeit vor der Auflage des Planungskorridors
Frühling 2021 Festsetzung des Planungskorridors und der Technologie durch den Bundesrat
2024 Start des Plangenehmigungsverfahrens
2026 Plangenehmigungsentscheid
2028 Inbetriebnahme der neuen 220-kV-Leitungen
2029 Rückbau der bestehenden 220-kV-Leitung

Allgemeine Studie zum Höchstspannungsnetz im Tessin

Im November 2013 haben der Kanton Tessin, Swissgrid, die Azienda Elettrica Ticinese (AET) und die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), im Einvernehmen mit dem Bundesamt für Energie (BFE), gemeinsam die «Allgemeine Studie zum Höchstspannungsnetz im Tessin» erarbeitet. Ausgehend von dieser Studie wurde eine Lösung gefunden, die zum einen die Übertragungskapazität für die Energieproduktion aus dem Maggiatal erhöht und zum anderen das Gebiet von nicht mehr benötigten bestehenden Leitungen befreit.

Die Studie berücksichtigte 70 verschiedene Varianten. Die Bewertung erfolgte in mehreren Etappen, wobei schrittweise die Anzahl der Varianten reduziert wurde. Die Arbeit der Bewertung wurde gemeinsam mit dem BFE, dem BAFU und einigen anderen Bundesämtern und Verbänden für den Schutz der Umwelt und für Raumplanung durchgeführt und in der Folge wurde die sogenannte Variante «Leventina + 14» ausgewählt.

Die Studie zielt darauf ab, einen allgemeinen und langfristigen Ansatz für das Übertragungsnetz zu schaffen, der die Ziele der Sanierung und Modernisierung von Übertragungsleitungen mit denen der Raumplanung koordiniert. In einem ersten Schritt wurde der Bereich berücksichtigt, der als «Alto Ticino – Westteil» bezeichnet wird und das Maggiatal, das Locarnese bis Magadino, das Bedrettotal und die Alta Leventina bis Lavorgo umfasst. Seit 2017 läuft die Etappe 2 für die Riviera, das Bleniotal und die Magadinoebene. Die zweite Etappe wird wahrscheinlich im Herbst 2019 abgeschlossen.


Mensch & Umwelt

Landschaftsbild

Dank des Abbaus von ca. 60 km Freileitung ermöglicht die «Neuordnungslösung» geringere Auswirkungen auf Siedlungsgebiet, auf nationale und kantonale Schutzgebiete sowie auf wertvolle Landschaften des Alto Ticino bei gleichzeitiger Erhöhung der Übertragungskapazität und einem verbesserten Abtransport der Produktion aus dem Maggiatal.

Naturschutz

Die «Neuordnungslösung» ermöglicht eine erhebliche Entlastung wertvoller Landschaften, insbesondere durch den Abbau der 220-kV-Leitungen Peccia – Lavorgo, Peccia – Handegg und Robiei – Innertkirchen.

Auf diese Weise können wichtige landschaftliche Verbesserungen in den Bereichen Alpe Zaria (eingetragen im Bundesinventar der Moorlandschaften von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung), Campolungo (eingetragen im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung), Cristallina, im unteren Maggiatal sowie im Bedrettotal umgesetzt werden. Zusätzlich ermöglicht die vorgeschlagene Lösung eine Entlastung verschiedener Wohn- und Gewerbegebiete.


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