Netzprojekt Niederwil – Obfelden

Zwischen Niederwil und Obfelden plant Swissgrid eine neue 380-kV-Leitung. Die neue Leitung ist essenziell für den Stromtransit und die Versorgungssicherheit der Kantone Aargau und Zürich.

Ihr Ansprechpartner für dieses Netzprojekt

Jan Schenk
Jan Schenk

Telefon +41 58 580 21 11
info@swissgrid.ch

Planungsgebiet
Planungsgebiet
Rückbau
Rückbau
Bestehende Leitung
Bestehende Leitung
Unterwerk
Unterwerk

Übersicht

Das Projekt sieht den Ausbau bzw. den Ersatz der 17 Kilometer langen 220-kV-Leitung zwischen dem Unterwerk Niederwil (AG) und dem Unterwerk Obfelden (ZH) durch eine neue 380-kV-Leitung vor. Die Leitung ist Teil des Ausbauprogrammes von Beznau bis Mettlen. Sie verbessert und sichert die Energieversorgung der Verbraucherzentren in den Regionen Aargau West, Zürich Nord, linkes Zürichseeufer und Zug nachhaltig.

Verbesserung gegenüber der heutigen Situation

  • Nach Inbetriebnahme der neuen Leitung wird die bestehende 220-kV-Leitung demontiert. Diese führt heute im Raum Niederwil, Fischbach-Göslikon und Hermetschwil-Staffeln entlang der Dörfer und behindert diese in ihren Siedlungsentwicklungen.
  • Im Sachplanverfahren werden mögliche Planungskorridore für Kabel-, Teilverkabelungs- und Freileitungsvarianten geprüft. Die betroffenen lokalen Behörden und Verbände werden frühzeitig in den Planungsprozess einbezogen.

Projekt

Das Projekt befindet sich im Sachplanverfahren des Bundes, das der planerischen Abstimmung von Vorhaben mit erheblichen Auswirkungen auf Raum und Umwelt dient. Der Bundesrat hat am 31. August 2016 das Planungsgebiet für die neue 380-kV-Leitung von Niederwil nach Obfelden festgesetzt. Innerhalb des Planungsgebiets hat Swissgrid mögliche Planungskorridore für Kabel-, Teilverkabelungs- und Freileitungsvarianten ausgearbeitet. Diese werden von der vom Bundesamt für Energie (BFE) eingesetzten Begleitgruppe bestehend aus Vertretern aus Bund, kantonalen Behörden, Umweltverbänden und Swissgrid geprüft. Die Begleitgruppe gibt eine Empfehlung für den Planungskorridor sowie die technischen Varianten des Kabels, der Teilverkabelung oder Freileitung unter Anwendung des «Bewertungsschemas für Übertragungsleitungen» ab.

Bevor die Korridorvarianten durch die Begleitgruppe bewerten wurden, hat Swissgrid zusammen mit den Kantonen Aargau und Zürich die betroffenen Gemeinden, Umweltverbände, Regionalplanungsverbände und den Verein Verträgliche Starkstromleitung Reusstal (VSLR) in den Planungsprozess einbezogen. Vor der öffentlichen Anhörung des von der Begleitgruppe vorgeschlagenen Planungskorridors werden das Bundesamt für Energie, die Kantone Aargau und Zürich sowie Swissgrid eine öffentliche Informationsveranstaltung durchführen.

Im Kanton Aargau wird parallel zum Sachplanverfahren der kantonale Richtplan angepasst. Im Kanton Zürich besteht aufgrund des festzusetzenden Planungsgebiets kein Anpassungsbedarf des kantonalen Richtplans.

Meilensteine

Innerhalb des vom Bundesrat festgesetzten Planungskorridors wird Swissgrid anschliessend die konkrete Leitungsführung für das Detailprojekt ausarbeiten und das Plangenehmigungsgesuch einreichen. Während der über 30-jährigen Projektgeschichte wurden zwei Teilabschnitte bereits realisiert (im Zusammenhang mit den Strassenbauprojekten «Umfahrung Bremgarten» und «Autobahn A4»).

Zeitplan im optimalen Fall (ohne Weiterzug an Gerichte):

15. Juli 2013
Start des Sachplanverfahrens
3. September 2013 Informationsveranstaltung für Gemeinden und Verbände
24. Februar 2015 Informationsveranstaltung für Behörden, Verbände und Öffentlichkeit vor der Auflage des Planungsgebietes
31. August 2016 Festsetzung des Planungsgebietes durch den Bundesrat
16. Februar 2017 Informationsveranstaltung für lokale Behörden und Verbände
2018 Öffentliches Anhörungs- und Mitwirkungsverfahren zum Planungskorridor
2018 Informationsveranstaltung für Behörden, Verbände und Öffentlichkeit vor der Auflage des Planungskorridors
2019 Festsetzung des Planungskorridors und der Technologie durch den Bundesrat
2021 Start des Plangenehmigungsverfahrens
2022 Plangenehmigungsentscheid
2024 Inbetriebnahme der neuen 380-kV-Leitung
2025 Rückbau der bestehenden 220-kV-Leitung

Mensch & Umwelt

Landschaftsbild

Freileitung

Freileitungen sind sichtbare Objekte in der Landschaft und können je nach Standort das Landschaftsbild beeinträchtigen. Die Eingriffe sind gemäss den Schutzzielen von Bund und Kantonen und der Abwägung zur Erfüllung von Bundesaufgaben (Sicherstellung der Energieversorgung) zu beurteilen.

Kabelleitung

Erdkabel schneiden in Bezug auf das Landschaftsbild in der Regel besser ab als Freileitungen. Während im offenen Terrain das Kabeltrassee nicht sichtbar ist, bleibt sie in bewaldeten Flächen aufgrund einer einzuhaltenden Zone ohne tiefwurzelnden und hochstämmigen Baumwuchs deutlich erkennbar.

Wald

Freileitung

Eingriffe in Gehölze durch Trasseefreihaltung und/oder Niederhaltung. Höhere Masten machen eine Überspannung des Waldes möglich. Jedoch sind die Auswirkungen auf das Landschaftsbild dementsprechend grösser. Die landwirtschaftliche Nutzung ist unterhalb der Freileitung möglich.

Kabelleitung

Eingriffe in Gehölze sind durch Trasseefreihaltung grösser als bei einer Freileitung. Das Kabeltrassee ist im Wald deutlich erkennbar, weil bei Kabelleitungen der Bereich oberhalb der Leitung frei von hochstämmigen und tiefwurzelnden Pflanzen sein muss. Die landwirtschaftliche Nutzung über der Kabelleitung ist möglich.

Boden

Freileitung

Die Bodenversiegelung findet kleinräumig im Bereich der Mastfundamente statt. Während der Bauphase temporäre Eingriffe vor allem im Bereich der Maststandorte.

Kabelleitung

Grossflächige Beanspruchung während der Bauphase. Beanspruchung von rund 20 000 m2 Boden für den Bau einer Kabelleitung von 1 km Länge (Bau, Installationsplätze, Baupisten). Je nach Stromlast erwärmen die elektrischen Verluste das Erdkabel sowie das umgebende Erdreich. Mit Hilfe von Messinstallationen wird die Bodentemperatur gemessen und überwacht. Bodenversiegelung findet kleinräumig im Bereich der Muffenschächte statt.

Lärm

Freileitung

Die Lärmemissionen entstehen durch elektrische Entladungen an den Leiterseilen (Korona-Geräusche), welche an Hochspannungsleitungen unter gewissen Wetterbedingungen wie Nebel, Regen oder Schnee entstehen.

Kabelleitung

In der Betriebsphase gehen die Lärmemissionen von Kompensationsanlagen aus. Die Kompensationsanlagen haben ein ähnliches Brummgeräusch wie Transformatoren.

Elektromagnetische Strahlung

Freileitung

Das Magnetfeld hängt vom massgebenden Strom und der Phasenanordnung der Leiterseile ab. Bei der Freileitung wird der Grenzwert von 1 Mikrotesla ab ca. 60 – 80 m Distanz zur Leitungsachse eingehalten.

Kabelleitung

Bei Erdkabeln hängt das Magnetfeld vom massgebenden Strom, der Verlegetiefe und der Kabelanordnung ab. Die räumliche Ausdehnung des Magnetfeldes ist geringer als bei Freileitungen, die Stärke direkt über dem Erdkabel ist aber deutlich höher als unter einer Freileitung. Der Grenzwert von 1 Mikrotesla wird bereits ab ca. 6 – 8 m Distanz zur Leitungsachse des Erdkabels eingehalten. Direkt über der Leitung kann das Magnetfeld mehr als 100 µT betragen. Ab einem Bodenabstand von 20 cm dürfen 100 μT nicht überschritten sein.

Elektrische Verluste

Der Stromtransport führt zu elektrischen Verlusten. Ein kleiner Teil des Stroms wird in Wärme umgewandelt. Ebenso führt die Spannung zu Verlusten. Bei Freileitungen sind dies sogenannte «Korona-Verluste», da die Luft als Isolator dient. Bei den Kabeln ist es das Isolationsmaterial, welches einen kleinen Teil des Stroms leitet und so ebenfalls zu Verlusten führt. Da die Kabel deutlich grössere Querschnitte haben als die Leiterseile, sind die Leiterverluste beim Kabel deutlich geringer als bei der Freileitung. Jedoch wird durch das Zusammenspiel von Kabel und Netz bei einem Kabel Blindleistung erzeugt, welche kompensiert werden muss. Diese Verluste sind beim Kabel deutlich höher als bei der Freileitung.



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