Netzprojekt Niederwil – Obfelden

Zwischen Niederwil und Obfelden plant Swissgrid eine neue 380-kV-Leitung. Die neue Leitung ist essenziell für den Stromtransit und die Versorgungssicherheit der Kantone Aargau und Zürich.

Ihr Ansprechpartner für dieses Netzprojekt

Jan Schenk
Jan Schenk

Telefon +41 58 580 21 11
info@swissgrid.ch

Planungsgebiet
Planungsgebiet
Rückbau
Rückbau
Bestehende Leitung
Bestehende Leitung
Unterwerk
Unterwerk

Übersicht

Das Bundesamt für Energie (BFE) schlägt für die konkrete Planung der neuen Leitung einen Korridor inklusive Übertragungstechnologie (Freileitung oder Erdkabel) vor. Es stützt sich dabei auf die Empfehlung einer Begleitgruppe. Der vorgeschlagene Planungskorridor führt als Freileitung vom Unterwerk Niederwil bis südöstlich des Siedlungsgebietes von Besenbüren und unterquert danach als Erdkabel die Reuss bis südlich von Jonen. Von dort bis zum Unterwerk Obfelden ist wiederum eine Freileitung vorgesehen.

Das BFE gibt den vorgeschlagenen Planungskorridor vom 2. Dezember 2019 bis 29. Februar 2020 in ein öffentliches Mitwirkungsverfahren, bei dem sich Gemeinden, Verbände und Privatpersonen äussern können.


Projekt

Das Projekt sieht den Ausbau bzw. den Ersatz der 17 Kilometer langen 220-kV-Leitung zwischen dem Unterwerk Niederwil (AG) und dem Unterwerk Obfelden (ZH) durch eine neue 380-kV-Leitung vor. Die Leitung ist Teil des Ausbauprogrammes von Beznau bis Mettlen. Die Leitung Beznau – Mettlen ist heute ein Engpass im schweizerischen und europäischen Übertragungsnetz. Der Ausbau der Leitung verbessert die Energieverteilung im Mittelland und die Versorgung des Grossraums Zürich. Die Nord-Süd-Verbindungen müssen ausgebaut werden, auch über die Grenzen hinweg. Die neuen Produktionsmuster wie der Ausbau der Windkraft in Nordeuropa und die Abschaltung der Kernkraftwerke erfordern einen erhöhten Stromaustausch der Schweiz mit Europa.

Swissgrid prüft bei jedem Netzprojekt sowohl Kabel- als auch Freileitungsvarianten. Der Entscheid für ein Erdkabel oder eine Freileitung wird im Sachplanverfahren durch den Bundesrat gefällt. Eine vom Bundesamt für Energie (BFE) eingesetzte Begleitgruppe gibt dem Bundesrat bei der Definition des Planungskorridors sowie beim Technologieentscheid (Freileitung oder Erdkabel) Empfehlungen ab. Dazu diskutiert und bewertet sie die von Swissgrid erarbeiteten Varianten. Entscheidend dafür ist das Bewertungsschema für Übertragungsleitungen. Dabei werden neben technischen Aspekten, die Faktoren Raumentwicklung, Umwelt und Wirtschaftlichkeit berücksichtigt.

Situationsplan Niederwil – Obfelden
Situationsplan Niederwil – Obfelden

Zeitplan

Der Bundesrat hat im August 2016 den Planungskorridor für die neue Höchstspannungsleitung Niederwil – Obfelden festgesetzt. Danach hat Swissgrid innerhalb dieses Gebiets verschiedene Planungskorridore für Kabel-, Teilverkabelungs- und Freileitungsvarianten ausgearbeitet. Diese wurden von der vom Bundesamt für Energie (BFE) eingesetzten Begleitgruppe bestehend aus Vertretern aus Bund, kantonalen Behörden, Umweltverbänden und Swissgrid geprüft.


Mensch & Umwelt

Landschaftsbild

Freileitung

Freileitungen sind sichtbare Objekte in der Landschaft und können je nach Standort das Landschaftsbild beeinträchtigen. Die Eingriffe sind gemäss den Schutzzielen von Bund und Kantonen und der Abwägung zur Erfüllung von Bundesaufgaben (Sicherstellung der Energieversorgung) zu beurteilen.

Kabelleitung

Erdkabel schneiden in Bezug auf das Landschaftsbild in der Regel besser ab als Freileitungen. Während im offenen Terrain das Kabeltrassee nicht sichtbar ist, bleibt sie in bewaldeten Flächen aufgrund einer einzuhaltenden Zone ohne tiefwurzelnden und hochstämmigen Baumwuchs deutlich erkennbar.

Wald

Freileitung

Eingriffe in Gehölze durch Trasseefreihaltung und/oder Niederhaltung. Höhere Masten machen eine Überspannung des Waldes möglich. Jedoch sind die Auswirkungen auf das Landschaftsbild dementsprechend grösser. Die landwirtschaftliche Nutzung ist unterhalb der Freileitung möglich.

Kabelleitung

Eingriffe in Gehölze sind durch Trasseefreihaltung grösser als bei einer Freileitung. Das Kabeltrassee ist im Wald deutlich erkennbar, weil bei Kabelleitungen der Bereich oberhalb der Leitung frei von hochstämmigen und tiefwurzelnden Pflanzen sein muss. Die landwirtschaftliche Nutzung über der Kabelleitung ist möglich.

Boden

Freileitung

Die Bodenversiegelung findet kleinräumig im Bereich der Mastfundamente statt. Während der Bauphase temporäre Eingriffe vor allem im Bereich der Maststandorte.

Kabelleitung

Grossflächige Beanspruchung während der Bauphase. Beanspruchung von rund 20 000 m2 Boden für den Bau einer Kabelleitung von 1 km Länge (Bau, Installationsplätze, Baupisten). Je nach Stromlast erwärmen die elektrischen Verluste das Erdkabel sowie das umgebende Erdreich. Mit Hilfe von Messinstallationen wird die Bodentemperatur gemessen und überwacht. Bodenversiegelung findet kleinräumig im Bereich der Muffenschächte statt.

Lärm

Freileitung

Die Lärmemissionen entstehen durch elektrische Entladungen an den Leiterseilen (Korona-Geräusche), welche an Hochspannungsleitungen unter gewissen Wetterbedingungen wie Nebel, Regen oder Schnee entstehen.

Kabelleitung

In der Betriebsphase gehen die Lärmemissionen von Kompensationsanlagen aus. Die Kompensationsanlagen haben ein ähnliches Brummgeräusch wie Transformatoren.

Elektromagnetische Strahlung

Freileitung

Das Magnetfeld hängt vom massgebenden Strom und der Phasenanordnung der Leiterseile ab. Bei der Freileitung wird der Grenzwert von 1 Mikrotesla ab ca. 60 – 80 m Distanz zur Leitungsachse eingehalten.

Kabelleitung

Bei Erdkabeln hängt das Magnetfeld vom massgebenden Strom, der Verlegetiefe und der Kabelanordnung ab. Die räumliche Ausdehnung des Magnetfeldes ist geringer als bei Freileitungen, die Stärke direkt über dem Erdkabel ist aber deutlich höher als unter einer Freileitung. Der Grenzwert von 1 Mikrotesla wird bereits ab ca. 6 – 8 m Distanz zur Leitungsachse des Erdkabels eingehalten. Direkt über der Leitung kann das Magnetfeld mehr als 100 µT betragen. Ab einem Bodenabstand von 20 cm dürfen 100 μT nicht überschritten sein.

Elektrische Verluste

Der Stromtransport führt zu elektrischen Verlusten. Ein kleiner Teil des Stroms wird in Wärme umgewandelt. Ebenso führt die Spannung zu Verlusten. Bei Freileitungen sind dies sogenannte «Korona-Verluste», da die Luft als Isolator dient. Bei den Kabeln ist es das Isolationsmaterial, welches einen kleinen Teil des Stroms leitet und so ebenfalls zu Verlusten führt. Da die Kabel deutlich grössere Querschnitte haben als die Leiterseile, sind die Leiterverluste beim Kabel deutlich geringer als bei der Freileitung. Jedoch wird durch das Zusammenspiel von Kabel und Netz bei einem Kabel Blindleistung erzeugt, welche kompensiert werden muss. Diese Verluste sind beim Kabel deutlich höher als bei der Freileitung.


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