Netzprojekt Obfelden – Samstagern

Swissgrid baut die 150-Kilovolt-Leitung zwischen Samstagern, Thalwil, Waldegg (Zürich) und Obfelden etappenweise auf 220 Kilovolt (kV) aus. Damit stärkt Swissgrid langfristig die Versorgungssicherheit der Stadt Zürich und des linken Zürichseeufers.

Ihr Ansprechpartner für dieses Netzprojekt

Joshu Jullier
Joshu Jullier

Telefon +41 58 580 21 11
info@swissgrid.ch

220-kV-Leitung
220-kV-Leitung
220-kV-Kabelleitung
220-kV-Kabelleitung
Bestehende Leitung
Bestehende Leitung
Unterwerk
Unterwerk

Übersicht

  • Die heutige 150-kV-Leitung zwischen Samstagern (Richterswil), Thalwil, Waldegg (Zürich) und Obfelden des ewz (Elektrizitätswerk der Stadt Zürich) wird etappenweise auf 220 kV ausgebaut.
  • Der Anschluss der Unterwerke Thalwil und Waldegg (Zürich) ans Höchstspannungsnetz stärkt die Versorgungssicherheit der Stadt Zürich und des linken Zürichseeufers.
  • Die Arbeiten an den insgesamt sechs Abschnitten sowie der Rückbau bestehender Leitungen dauern voraussichtlich bis 2030. Die Baukosten des Gesamtprojekts belaufen sich auf rund CHF 170 Mio.
  • Im Oktober 2022 beginnen im Raum Gattikon die Bauarbeiten am ersten Abschnitt. Sie dauern voraussichtlich bis Ende 2023. Danach wird die heutige Leitung, die teilweise durch Naherholungs- und Wohngebiete führt, zurückgebaut.

Projekt

Ausgangslage

Der Grossraum Zürich ist heute von Norden her deutlich besser mit dem Höchstspannungsnetz verbunden als von Süden her. Im Norden reicht das 220-kV-Netz über die Unterwerke Auwiesen und Fällanden bis an die Stadt Zürich heran. Im Süden hingegen sind die Anschlusspunkte Obfelden und Samstagern nur über je eine 150-kV-Leitung bis zur Stadtgrenze verbunden. Swissgrid plant deshalb, die Leitung zwischen Samstagern (Richterswil), Thalwil, Waldegg (Zürich) und Obfelden in sechs Teilprojekten auf 220 Kilovolt (kV) auszubauen. Der Ausbau ist Teil des Strategischen Netzes von Swissgrid.

Warum das Projekt wichtig ist

Mit dem Anschluss der Unterwerke Thalwil und Waldegg an das Höchstspannungsnetz und der Verstärkung der Leitungen zwischen Obfelden und Samstagern wird das Höchstspannungsnetz auch von Süden her bis in die Stadt Zürich herangeführt. Dies erhöht die Transportkapazität sowie die Versorgungssicherheit der Stadt und der gesamten Region Zürich. Das Projekt ist auch für die SBB sehr wichtig, da auf einem Abschnitt zwei 132-kV-Leitungen mit Bahnstrom mitgeführt werden. Diese beiden Leitungen verbinden das Unterwerk Sihlbrugg mit dem Unterwerk Zürich, was die Versorgungssicherheit der SBB im Grossraum Zürich erheblich verbessert.

Der Ausbau der Hochspannungsleitungen im Raum Zürich Süd stärkt die Versorgungssicherheit der Stadt Zürich und der gesamten Region.

Die sechs Abschnitte des Projekts

Der Ausbau der Leitung zwischen Samstagern (Richterswil), Thalwil, Waldegg (Zürich) und Obfelden besteht aus sechs Teilprojekten. Die Baukosten des Gesamtprojekts belaufen sich auf rund CHF 170 Mio. Die Arbeiten an den unterschiedlichen Abschnitten sowie der Rückbau der bestehenden Leitungsabschnitte dauert voraussichtlich bis 2030.

Die sechs Abschnitte des Projekts zwischen Samstagern, Thalwil, Waldegg (Zürich) und Obfelden.
Die sechs Abschnitte des Projekts zwischen Samstagern, Thalwil, Waldegg (Zürich) und Obfelden.

Anschluss Unterwerk Samstagern

Beim Unterwerk Samstagern müssen Modifikationen an Unterwerk und Leitung umgesetzt werden, um die heute mit 150 kV betriebene Leitung ans 220-kV-Netz anzuschliessen.

Samstagern – Schweikrüti (Thalwil)

Zwischen Samstagern und Schweikrüti (Gemeinde Thalwil) ist die Leitung heute bereits für Höchstspannung ausgelegt, wird aber nur mit 150 kV betrieben. Swissgrid plant eine Spannungserhöhung auf 220 kV. Dafür sind voraussichtlich keine grossen baulichen Massnahmen an der Leitung nötig.

Schweikrüti (Thalwil) – Kilchberg

Auf diesem Abschnitt liegt eine rechtskräftige Baubewilligung für eine neue Freileitung mit angepasster Leitungsführung vor. Der Bau eines Erdkabels ist auf diesem Abschnitt nicht möglich, weil zusammen mit der Swissgrid-Leitung zwei 132-kV-Leitungen der SBB auf den gleichen Masten mitgeführt werden. Die SBB-Leitungen müssen aus technischen Gründen zwingend oberirdisch verlaufen. Auf dem Abschnitt Schweikrüti – Kilchberg wird das Unterwerk Thalwil angeschlossen, welches für die Versorgung des linken Zürichseeufers wichtig ist. Sobald das Unterwerk Thalwil ans Höchstspannungsnetz angeschlossen ist, wird als Ersatzmassnahme die 110-kV-Leitung Obfelden – Thalwil (sogenannte Albisleitung) der Axpo zurückgebaut. Damit wird das Siedlungsgebiet von Langnau und Gattikon substanziell entlastet.

Kilchberg – Waldegg (Zürich)

Von Kilchberg bis Frohalp in der Nähe des Bahnhofs Zürich Manegg wird die neue Leitung unterirdisch entlang der Autobahn gebaut. Danach wird sie durch die beim Bau der beiden Tunnelröhren des Uetlibergtunnels erstellten Rohrblöcke und anschliessend weiter in einem 2 km langen Stollen (Durchmesser ca. 4 m) unterirdisch bis ins Unterwerk Waldegg geführt.

Unterirdisches Unterwerk Waldegg (Zürich)

Swissgrid plant zusammen mit ewz ein neues unterirdisches Unterwerk. Von hier wird der Strom in die Stadt Zürich fliessen. Das Unterwerk wird unterirdisch gebaut, damit der Landschaftseinfluss und die Sichtbarkeit für das benachbarte Siedlungsgebiet möglichst gering sind.

Obfelden – Waldegg (Zürich)

Die Leitung zwischen Obfelden und Waldegg (Zürich) ist bereits für Höchstspannung ausgelegt, wird aber nur mit 150 kV betrieben. Swissgrid plant bis 2027 eine Spannungserhöhung auf 220 kV, sodass das Unterwerk Waldegg bereits dann ans Übertragungsnetz angeschlossen werden kann. Dafür sind voraussichtlich keine grossen baulichen Massnahmen an der Leitung nötig.


Baustart im ersten Abschnitt

Auf dem Abschnitt zwischen Schweikrüti und Kilchberg starten die Bauarbeiten mit der Erstellung von sechs neuen Masten im Raum Gattikon. Ab Oktober 2022 werden zuerst die Fundamente gebaut. Dazu werden 2200 Tonnen Beton benötigt. Die Bau- und Installationsplätze werden bereits im September erstellt. Für die Mastfundamente werden im Bereich Waldweiher und Gattikerweiher Beton und Baumaschinen angeliefert sowie Aushubmaterial abtransportiert. Die Transporte werden über die Forststrasse Richtung Waldweier und nicht über den Schweikrütiweg durchgeführt, sodass die Wohngebiete von Gattikon gemieden werden können. Für den entstehenden Baulärm und Transporte bitten wir um Verständnis.

Im Abschnitt Schweikrüti (Thalwil) – Kilchberg beginnt im Raum Gattikon im September 2022 die Errichtung der Bau- und Installationsplätze. Im Oktober starten anschliessend die Bauarbeiten.

Ende 2023 wird die neue Leitung zwischen Schweikrüti bis Sihlhalden vorerst mit 150 kV in Betrieb genommen, sodass 2024 die alte Leitung in diesem Teilabschnitt zurückgebaut werden kann. Damit wird das Naherholungsgebiet Gattikerweiher und das Wohngebiet von der Leitung befreit.

1/4: Durch den Rückbau der alten Leitung in Gattikon wird das Wohngebiet spürbar entlastet.
2/4: Durch den Rückbau der alten Leitung in Gattikon wird das Wohngebiet spürbar entlastet.
3/4: Durch den Rückbau der alten Leitung in Gattikon wird der Gattikerweiher von der Leitung befreit.
4/4: Durch den Rückbau der alten Leitung in Gattikon wird der Gattikerweiher von der Leitung befreit.

2025 wird der zweite Teil zwischen Sihlhalden und Kilchberg gebaut. Hier verläuft die neue Leitung grösstenteils auf dem bestehenden Trassee. Nach aktueller Planung und bei optimalem Projektverlauf wird die Leitung von Samstagern bis Thalwil Ende 2025 mit Höchstspannung in Betrieb genommen. Im Anschluss kann die 110-kV-Leitung Obfelden – Thalwil der Axpo (sog. Albisleitung) zurückgebaut werden. Die ausgebaute Leitung zwischen Thalwil und Waldegg (Zürich) soll 2030 in Betrieb genommen werden.


Zeitplan des Abschnitts Schweikrüti – Kilchberg bei optimalem Projektverlauf

Downloads


Weiterführende Informationen

  • Bewilligungsverfahren

    Swissgrid ist für die Projektierung und Realisierung von Übertragungsleitungen zuständig.

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  • Emissionen

    Unseren Alltag können wir uns ohne zahlreiche elektronische Begleiter und Hilfsmittel kaum mehr vorstellen. Viel weniger sind wir uns allerdings bewusst, dass überall dort, wo Strom vorhanden ist, elektrische und magnetische Felder entstehen: auch bei Produktion, Transport und Verteilung von elektrischer Energie.

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  • Netztechnologien

    Ob eine Hochspannungsleitung als Freileitung gebaut oder in Form eines Kabels in den Boden verlegt werden soll, wird auf Grundlage objektiver Kriterien entschieden. Deshalb prüft Swissgrid bei jedem Netzprojekt Varianten mit Kabel und Freileitung.

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