Die bestehende 220-Kilovolt-Leitung zwischen Niederwil und Obfelden ist ein Engpass im Übertragungsnetz. Um die Versorgungssicherheit des Mittellandes und des Grossraums Zürich zu stärken, ersetzt Swissgrid die heutige Leitung durch eine leistungsfähigere 380-Kilovolt-Leitung. Die neue Leitung wird deutlich mehr Abstand zu den Siedlungsgebieten haben. Ist sie in Betrieb, wird die heutige Leitung rückgebaut, was die Situation für die Anwohnerinnen und Anwohner deutlich verbessert.
Engpass beseitigen: Zwischen Beznau (AG) und Mettlen (Gemeinde Eschenbach, LU) besteht eine wichtige Nord-Süd-Stromverbindung. Der Leitungsabschnitt zwischen Niederwil (AG) und Obfelden (ZH) ist Teil davon. Die bestehende Leitung ist ein Engpass im Stromnetz – sowohl für die Schweiz als auch für Europa. Sie kann den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden und führt zu Überlastungen, die die Versorgungssicherheit gefährden können. Mit dem Ausbau auf eine durchgehende 380-kV-Leitung werden mehrere Engpässe im Übertragungsnetz beseitigt. Das stärkt die Stromversorgung im Mittelland und in den Regionen Aargau, Zürich und Luzern nachhaltig.
Versorgungssicherheit stärken: Gleichzeitig wird die Schweiz besser in das europäische Stromnetz eingebunden – ein wichtiger Schritt, um den Austausch von Energie zu ermöglichen, gerade im Hinblick auf neue Produktionsformen wie Windkraft in Nordeuropa und den Rückbau von Kernkraftwerken. Dies ist besonders in den Wintermonaten wichtig, wenn die Schweiz auf Stromimporte aus dem Ausland angewiesen ist, weil die inländische Stromproduktion den Bedarf nicht deckt.
Entlastung der Siedlungsgebiete: Die aktuelle 220-kV-Freileitung verläuft teilweise sehr nahe am Siedlungsgebiet, beispielsweise in den Gemeinden Niederwil, Fischbach-Göslikon, Bremgarten und Hermetschwil-Staffeln. Der vom Bundesrat festgesetzte Planungskorridor ermöglicht eine Leitungsführung mit deutlich mehr Abstand zu den Wohngebieten. Swissgrid hat beim Ausarbeiten des Bauprojekts besonders darauf geachtet. Je schneller die neue 380-kV-Leitung in Betrieb ist, umso eher profitieren die Siedlungsgebiete vom Rückbau der heutigen Leitung.
Transparenter Planungsprozess: Swissgrid erarbeitete das Bauprojekt auf Basis des vom Bundesrat festgelegten Planungskorridors – und nutzte dabei bewusst die vorhandenen Spielräume. Um die Anliegen der betroffenen Regionen frühzeitig einzubeziehen, setzte Swissgrid auf einen offenen Dialog mit Kantonen, Gemeinden, Umweltverbänden und weiteren Interessengruppen. Dazu wurde ein Projektbeirat ins Leben gerufen: ein beratendes Gremium, das den Austausch fördert und konkrete Hinweise zur Optimierung des Projekts liefert – etwa zur Leitungsführung oder zu Umweltmassnahmen.
Projekt
Warum das Projekt wichtig ist
Das Projekt Niederwil – Obfelden ist Teil des Kapazitätsausbaus der Leitung zwischen Beznau (AG) und Mettlen (LU) von 220 Kilovolt auf durchgehend 380 Kilovolt. Der rund 17 Kilometer lange Teilabschnitt zwischen den Unterwerken Niederwil (AG) und Obfelden (ZH) ist bereits heute ein Engpass im schweizerischen und europäischen Übertragungsnetz. Ihr Ausbau verbessert die Energieverteilung im Mittelland, die Versorgung des Grossraums Zürich und den Stromaustausch zwischen der Schweiz und Europa.Dieser wird mit dem zunehmenden Ausbau der erneuerbaren Energien in Europa immer wichtiger.
Vom Planungskorridor zur konkreten Leitung
Für das Projekt Niederwil – Obfelden hat der Bundesrat eine Kombination aus Freileitung und rund 4,5 km Erdverkabelung unter der geschützten Reusslandschaft festgesetzt. Eine vollständige Erdverlegung wurde nach sorgfältiger Interessenabwägung abgelehnt. Weitere Informationen zum Korridor- und Technologieentscheid finden Sie in der Medienmitteilung des Bundesrates.
Ende 2022 startete Swissgrid auf Basis dieses Entscheids mit der Detailplanung im Bauprojekt. Dabei wurden der genaue Leitungsverlauf sowie die Standorte für die Masten und die Übergangsbauwerke festgelegt. Letztere verbinden die Freileitung mit dem Erdkabel. Das Bauprojekt erfüllt die Anforderungen der Raumplanung und des Umwelt- und Landschaftsschutzes. Es berücksichtigt, soweit möglich, die Anliegen der Bevölkerung und bleibt technisch sowie wirtschaftlich umsetzbar.
Ein erster Vorschlag zur Leitungsführung wurde von Bundesämtern und Kantonen vorgeprüft. Parallel dazu setzte Swissgrid einen Projektbeirat ein – mit Vertreterinnen und Vertretern der Kantone Aargau und Zürich, der betroffenen Gemeinden sowie von Interessensgruppen. Ziel war ein konstruktiver Dialog, um einen möglichst ausgewogenen Kompromiss für die zahlreichen Ansprüche an das Projekt zu finden. Die Rückmeldungen aus dem Projektbeirat und den behördlichen Stellungnahmen flossen in die Planung ein und führten zum finalen Bauprojekt.
Situationsplan Netzprojekt Niederwil – Obfelden
Die neue 380-Kilovolt-Leitung wird ca. 18,6 Kilometer lang, davon verlaufen 4,4 Kilometer unterirdisch als Erdkabel. Das gesamte Projekt lässt sich in sieben Abschnitte unterteilen:
Unterwerk Niederwil bis Mast 12: Die Leitung verläuft südlich vom Unterwerk Niederwil über leicht hügeliges Gelände und kreuzt dabei die Kantonsstrasse. Sie führt in südöstlicher Richtung bis in die Nähe von Besenbüren.
Mast 12 bis Übergangsbauwerk Besenbüren: Nach der Querung von Strasse und Bahnlinie verläuft die Leitung durch ein Tal zwischen mehreren Hügeln, umgeht ein Wald-Naturschutzgebiet und erreicht das Übergangsbauwerk bei Besenbüren.
Übergangsbauwerk Besenbüren: Das Bauwerk liegt oberhalb des Mooretal im Gebiet «Chäli» und markiert den Übergang von der Freileitung zur Erdverkabelung.
Erdverkabelung Besenbüren bis Jonen: Die Leitung verläuft unterirdisch entlang von Kantonsstrassen, unterquert die Reuss mittels Spülbohrung und folgt dem Flusslauf bis zum Bach Jonen. Danach steigt sie leicht an bis zum Übergangsbauwerk Jonen.
Übergangsbauwerk Jonen: Das Bauwerk liegt südlich von Jonen im Gebiet «Bächlimatt» am Waldrand und verbindet die Erdkabel mit dem nächsten Freileitungsabschnitt.
Jonen bis Mast 34: Ab hier verläuft die Leitung wieder als Freileitung, parallel zu einer bestehenden 110-kV-Leitung, in Richtung Autobahn A4. Dabei wird die Kantonsstrasse gequert.
Mast 34 bis Unterwerk Obfelden: Im Leitungsabschnitt entlang der Autobahn A4 werden die bestehenden Masten, Fundamente und Leitungen verstärkt.
Freileitung und Mastdesign
Die Leitungsmasten bestehen aus Stahlgitter und sind zwischen 55 und 89 Meter hoch. Diese Höhe ist notwendig, um die kantonalen Vorgaben zur Waldaufwuchshöhe einzuhalten und den nötigen Sicherheitsabstand zwischen den Baumwipfeln und den durchhängenden Leiterseilen zu gewährleisten. Zur Waldüberspannung kommt das Mastbild «Donau» zum Einsatz, das durch breitere seitliche Ausleger eine geringere Höhe ermöglicht.
Die Grafik links zeigt einen Tragmast des Typs «Tonne» (1). Die Grafik rechts zeigt einen Tragmast des Typs «Donau» (2), welcher dort eingesetzt wird, wo Wald überspannt werden muss.
Erdkabelabschnitt
Die Stromkabel verlaufen in sogenannten Kabelrohrblöcken – zwei nebeneinanderliegende Röhren, je für 380 000 Volt ausgelegt, mit 1,5 m Abstand dazwischen. Sie werden mit mindestens 1 m Erde bedeckt, sodass die Fläche landwirtschaftlich nutzbar bleibt. Tiefwurzelnde Pflanzen sind nur seitlich versetzt erlaubt. Die Reuss wird im Spülbohrverfahren unterquert – insgesamt sind vier Bohrungen notwendig.
Übergangsbauwerke
Die Übergangsbauwerke verbinden Freileitung und Erdkabel. Sie entstehen in den Gemeinden Besenbüren und Jonen.
Pro Übergangsbauwerk wird eine umzäunte Fläche von rund 52 x 24 Meter benötigt. Dies entspricht einer Fläche von mehr als vier Tennisplätzen. Unterirdisch werden die Kabel in Kabelrohrblöcken geführt. (Schematische Darstellung)
Warum Erdkabel nur punktuell zum Einsatz kommen sollten
Der Neubau von Erdkabeln ist im Schweizer Übertragungsnetz nur noch in sehr beschränktem Ausmass möglich. Dies zeigt die Kabelstudie Schweiz, die Swissgrid erarbeitet hat. Grund dafür sind die physikalischen Eigenschaften von Erdkabeln, die den stabilen Netzbetrieb und das Beheben von Störungen deutlich erschweren. Eine unkontrollierte Erhöhung des Erdkabelanteils im Höchstspannungsnetz hat negative Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit der Schweiz. Bei künftigen Netzprojekten soll deshalb aus einer gesamtheitlichen Perspektive abgewogen werden, ob ein Erdkabel gebaut werden kann. Mehr zur Kabelstudie erfahren Sie in unserem Blogbeitrag «Wenn die Physik der Technik Grenzen setzt».
Visualisierung der neuen Leitung
1/3: Diese Visualisierung zeigt die Situation nahe des Unterwerks Niederwil. Von dort verläuft die neue Leitung gemäss aktuellem Planungsstand im Wald Richtung Süd-Osten. Die bestehende Leitung (Mast vorne rechts im Bild) verläuft sehr nahe am Siedlungsgebiet. Sie wird nach Inbetriebnahme der neuen Leitung rückgebaut.
2/3: Situation in Besenbüren bei der Kreuzung der Kantonsstrasse und der Mohrentalstrasse. Der Mast vorne rechts im Bild gehört zu der bestehenden Leitung. Die neue Leitung ist im Hintergrund zu erkennen.
3/3: Situation in Besenbüren an der Kantonsstrasse Kreuzung Muristrasse. Im Vordergrund ist am linken Bildrand ein Mast der neuen und im Hintergrund ein Mast der bestehenden Leitung zu sehen.
Öffentliche Auflage und nächste Projektschritte
Anfang Oktober reichte Swissgrid beim Eidgenössischen Starkstrominspektorat (ESTI) das Baugesuch ein – bestehend aus dem Plangenehmigungsdossier und dem Umweltverträglichkeitsbericht. Die öffentliche Auflage des Projekts ist zwischen 23.02.2026 und 24.03.2026 für die Dauer von 30 Tagen geplant. Betroffene können das Dossier in den Gemeindeverwaltungen einsehen und beim ESTI Einsprache erheben. Bleiben Differenzen bestehen, übernimmt das Bundesamt für Energie die Verhandlungen. Am Ende der Plangenehmigungsphase erteilen die Behörden entweder die Baubewilligung oder machen zusätzliche Auflagen. Diese Entscheidung kann von Behörden, Verbänden oder Direktbetroffenen angefochten werden. Dann entscheiden das Bundesverwaltungsgericht und das Bundesgericht.
Wenn keine Einsprachen oder Gerichtsverfahren das Projekt verzögern, beginnt Swissgrid Mitte 2028 mit dem Bau der neuen Leitung. Die Arbeiten dauern rund vier Jahre. Nach Inbetriebnahme der neuen 380-kV-Leitung kann die bestehende 220-kV-Leitung zurückgebaut werden. Ab 2032 profitieren insbesondere die Anwohnerinnen und Anwohner in Niederwil und Hermetschwil-Staffeln von einer deutlich verbesserten Situation. Im Falle von Beschwerden und Gerichtsverfahren verzögert sich die Inbetriebnahme um mehrere Jahre.
Zeitplan
Der folgende Zeitplan basiert auf dem derzeitigen Planungsstand und stellt das bestmögliche Szenario dar, ohne mögliche Gerichtsverfahren zu berücksichtigen.
Bundesratsbeschluss zu Korridor und Technologie
August 2022
Ausarbeitung Bauprojekt
Ende 2022 bis Ende 2025
Plangenehmigungsverfahren
Oktober 2025 bis Ende 2027
Bau der neuen 380-kV-Leitung
2028 bis 2031
Rückbau der bestehenden 220-kV-Leitung
2032 bis 2033
Dialoganlässe
Vor der öffentlichen Auflage des Plangenehmigungsdossiers führt Swissgrid mehrere Dialoganlässe durch, um das Bauprojekt vorzustellen und Fragen zu beantworten. Das bereits etablierte Swissgrid Besucherzentrum in Niederwil wird an verschiedenen Tagen für alle Interessierten geöffnet – eine Voranmeldung ist nicht nötig. Kommen Sie vorbei, informieren Sie sich über das Projekt und stellen Sie Ihre Fragen direkt dem Projektteam:
Beim Besucherzentrum stehen wenige Parkplätze zur Verfügung. In Absprache mit der Gemeinde Niederwil dürfen die Parkplätze beim Feuerwehrlokal benutzt werden. Zu Fuss gelangt man von dort in rund fünf Minuten zum Besucherzentrum: Wegbeschreibung
Projektbeirat
Die Ausarbeitung des Bauprojektes auf Basis des vom Bundesrat festgelegten Planungskorridors obliegt Swissgrid. Doch bei jedem Projekt gibt es Gestaltungsfreiräume. Um sich mit den Stakeholdern auszutauschen, setzt Swissgrid in der Bauprojektphase einen sogenannten Projektbeirat ein. Dieses von Swissgrid initiierte Gremium setzt sich aus Vertreterinnen und Vertreter der Kantone, der Gemeinden sowie Umweltverbänden und Interessengruppen zusammen. Indem die Mitglieder des Projektbeirats ihre Anliegen offen aussprechen, Handlungsoptionen aufzeigen und sich damit konstruktiv in die Diskussion einbringen, wird die Grundlage geschaffen, diese Gestaltungsfreiräume optimal zu nutzen. Swissgrid informiert den Projektbeirat über den aktuellen Stand im Projekt, über angrenzende Themen wie beispielsweise Umweltmassnahmen, den Trasseeverlauf oder die Dienstbarkeiten. Darüber hinaus nimmt Swissgrid Hinweise des Projektbeirats entgegen, die eine Optimierung des Projekts ermöglichen – zum Beispiel bei der Abstimmung der Leitungsführung und der Raumplanung der Gemeinden. Ziel ist es, im Dialog mit Ämtern, Gemeinden und Betroffenen die bestmögliche Lösung für die zahlreichen Ansprüche an das Projekt zu finden. In diesem Sinne bildet der Projektbeirat ein konsultatives Forum, in welchem das gegenseitige Verständnis gefördert und verschiedene Anliegen direkt eingebracht werden können
Folgende Personen waren Mitglied des Projektbeirates Niederwil – Obfelden:
Kanton Aargau
Adrian Fahrni, Leiter Abteilung Energie
Kanton Zürich
Severin Schwendener, Projektleiter AWEL
Gemeinde Affoltern am Albis
Markus Gasser, Stadtrat
Gemeinde Besenbüren
Thomas Lang, Gemeinderat
Stadt Bremgarten
Stephan Troxler, Stadtrat
Gemeinde Fischbach-Göslikon
Walter Stierli, Grossrat
Gemeinde Jonen
Dieter Brodbeck, Vizeammann
Gemeinde Niederwil
Norbert Ender, Gemeindeammann
Gemeinde Obfelden
Peter Weiss, Gemeinderat
Gemeinde Ottenbach
Peter Weis, Gemeinderat
Gemeinde Wohlen
Arsène Perroud, Gemeindeammann
Pro Natura
Matthias Betsche
REPLA Mutschellen-Reusstal-Kelleramt
Alain Maître
Verein Verträgliche Starkstromleitung Reusstal
Stephan Bärtschi
Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt
Gabriela Noser Fanger
Projektbeiratssitzung vom 25. Januar 2024
Am Donnerstag, 25. Januar 2024 fand in Niederwil die erste Sitzung des Projektbeirats statt. Nach einem kurzen Kennenlernen und organisatorischen Punkten zu den Aufgaben im Projektbeirat, erläuterte Matthias Schmid, Head of Project Lines / Substations bei Swissgrid, die bisherige Projektentwicklung. Danach informierte Projektleiter Luis Mata die Mitglieder über den aktuellen Planungsstand im Netzprojekt Niederwil – Obfelden. Er erklärte das Vorgehen zur Erarbeitung des Grobtrassees und zeigte Beispiele für die verschiedenen Übertragungstechnologien. Die vollständige Präsentation der Sitzung finden Sie untenstehend im Downloadbereich.
Projektbeiratssitzung vom 26. Juni 2024
Am Mittwoch, 26. Juni 2024 fand in Niederwil die zweite Sitzung des Projektbeirats statt. Projektleiter Luis Mata informierte die Mitglieder über den aktuellen Planungsstand im Netzprojekt Niederwil – Obfelden und fasste zusammen, was seit der letzten Projektbeiratssitzung im Rahmen des Bauprojekts erarbeitet wurde. Der Hauptfokus der Sitzung lag auf der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), welche Simon Bohnenblust von Prona AG (Planer Raum/Umwelt) erläuterte sowie auf den Eingaben der Ämter, Kantone und Gemeinden in der Voruntersuchung UVP, respektive im Rahmen des Projektbeirats. Die Rückmeldungen und Stellungnahmen machen einen grundsätzlichen Zielkonflikt bei der Leitungsführung sichtbar, über welchen im Projektbeirat diskutiert wurde. Swissgrid analysiert nun die Rückmeldungen vertieft und lässt sie, sofern möglich, in die Ausarbeitung des Bauprojektes einfliessen. Die vollständige Präsentation der Sitzung finden Sie untenstehend im Downloadbereich.
Projektbeiratssitzung vom 23. Oktober 2024
Am Mittwoch, 23. Oktober 2024 fand in Niederwil die dritte Sitzung des Projektbeirats statt. Projektleiter Luis Mata gab ein Update zum aktuellen Stand der Ausarbeitung des Bauprojekts. Ausserdem informierte er die Mitglieder über den aktuellen Zeitplan und die nächsten Meilensteine. Das Plangenehmigungsverfahren wird voraussichtlich Mitte 2025 starten, dann wird das Projekt öffentlich aufgelegt. Swissgrid setzt im Umgang mit dem an der letzten Sitzung aufgezeigten Zielkonflikt (Gemeinden: grössere Abstände zu Siedlungen; Kanton: weniger Waldstandorte) auf eine spezifische Interessenabwägung bei jedem Maststandort. Dies mit Fokus auf die Bereiche Niederwil und Hermetschwil-Staffeln. In die Detailtrassierung und -planung fliessen die Anliegen der Gemeinden, Kantone und Grundeigentümer ein, Letztere vor allem bei der kleinräumigen Optimierung der Maststandorte. Nebst dem Projekt Niederwil – Obfelden gab Swissgrid an dieser Projektbeiratssitzung einen Einblick in ein nationales Thema: Andrea Mäder, Head Public Affairs, hielt ein Kurzreferat zum sogenannten «Netzexpress» (Vernehmlassung zur Anpassung des Elektrizitätsgesetzes) und erläuterte die Position von Swissgrid. Die vollständige Präsentation der Sitzung finden Sie untenstehend im Downloadbereich.
Projektbeiratssitzung vom 11. Juni 2025
Am Mittwoch, 11. Juni 2025 fand in Niederwil die vierte und letzte Sitzung des Projektbeirats statt. Projektplaner Christian Albanbauer (Axpo) blickte gemeinsam mit den Mitgliedern auf die Arbeiten seit der letzten Sitzung im Oktober 2024 zurück und informierte über den aktuellen Projektstand. Ein zentrales Thema war die bevorstehende Einreichung des Plangenehmigungsdossiers, welche in den nächsten Wochen erfolgen soll. Projektleiter Luis Mata informierte über die Eckpunkte des Verfahrens, zeitliche Abhängigkeiten und die Inhalte der im Rahmen des Plangenehmigungsverfahrens öffentlich aufgelegten Projektunterlagen. Zudem erhielten die Mitglieder von Simon Bohnenblust (Umweltbegleitung Prona) Informationen zu den Feldaufnahmen zur ökologischen Bewertung sowie zu geplanten Ersatzmassnahmen. Swissgrid bat die Gemeinden darum, bereits konkrete Projektideen für mögliche ökologische Ersatzmassnahmen einzubringen. Kommunikationsverantwortliche Sandra Bläuer erläuterte, welche Kommunikationsmassnahmen Swissgrid im Vorfeld plant und wie die Bevölkerung auf die Informationsveranstaltungen vor der öffentlichen Mitwirkung aufmerksam gemacht wird. Zum Abschluss blickte der Projektbeirat gemeinsam auf die Zusammenarbeit zurück. Swissgrid dankt den Mitgliedern für ihre engagierte Teilnahme und die wertvollen Inputs, die in die Ausarbeitung des Projekts eingeflossen sind. Die vollständige Präsentation der Sitzung finden Sie untenstehend im Downloadbereich.
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