Netz

Die Entwicklung der Schweizer Energieversorgung seit 1800 – Teil 4

Wo wir 200 Jahre später stehen

Autorin: Giulia Ferraro


Mögliche Strommangellage, Blackout, Stromausfälle – diese Begriffe waren im letzten Jahr keine Seltenheit. Wieso kommt das Stromnetz an seine Grenzen und was macht Swissgrid, um dem entgegenzuwirken?

Vergangenes anpassen

Das Schweizer Stromnetz ist 250 000 km lang. Damit könnte die Erde sechs Mal umspannt werden. Es ist eine der grössten kritischen Infrastrukturen des Landes. 6700 km davon bilden das Übertragungsnetz, wofür Swissgrid verantwortlich ist. Das Netz ist über eine Zeitspanne von 200 Jahren entstanden. Das Stromnetz wurde ursprünglich um die grossen Kraftwerke herum gebaut. Da der Strom anfänglich lokal produziert und verteilt wurde, wurden die Kraftwerke da gebaut, wo auch der Stromkonsum anfiel. Deshalb gibt es seit dem schweizweiten Zusammenschluss der Netze Gebiete, in denen das Netz nicht der Stromproduktion nachkommen kann. Die Bewilligung solcher Infrastrukturprojekte dauert jedoch. Einsprachen ziehen die Genehmigungsverfahren in die Länge. Es dauert rund 15 Jahre vom Projekt bis zur fertigen Leitung. Angesichts des schnellen Wandels im Stromsystem ist das zu lange.

Energie der Zukunft

Eine weitere Herausforderung bringt die Förderung der neuen erneuerbaren Energien. Die Energiestrategie 2050 definiert ein Netto-Null-Ziel.  Somit soll künftig der Strom vollständig aus erneuerbaren Quellen stammen. Der Ausbau dieser Energieträger bedeutet eine Veränderung für das Stromsystem. Statt wenigen, grossen Kraftwerken mit einer konstanten Leistung erfolgt die Stromproduktion aus dezentralen, kleineren Quellen. Neue Erneuerbare führen zu sich ändernden Produktionsmustern und volatileren Stromflüssen. Das erhöht die Herausforderungen für den stabilen Betrieb des Übertragungsnetzes.

Strategisches Netz

Swissgrid publizierte kurz nach der Übernahme des Übertragungsnetzes den langfristigen Entwicklungsplan «Strategisches Netz 2025». Die Projekte befinden sich in unterschiedlichen Stadien der Umsetzung. Aktuell erarbeitet Swissgrid das «Strategische Netz 2040». Es basiert auf Szenarien des Bundes.

Die Bewilligungsverfahren und das Bewilligungstempo bei Netzprojekten müssen rasch verbessert und beschleunigt werden, um neu gebaute Anlagen (Erzeugung, Verbrauch, Speicher) zeitnah ans Netz anschliessen zu können. Nur so dient das Übertragungsnetz auch in Zukunft als Rückgrat für eine sichere Stromversorgung und trägt dazu bei, dass die Energiewende gelingen kann.

Die Bewilligungsverfahren und das Bewilligungstempo bei Netzprojekten müssen rasch verbessert und beschleunigt werden, um neu gebaute Anlagen (Erzeugung, Verbrauch, Speicher) zeitnah ans Netz anschliessen zu können.



Autorin

Giulia Ferraro

Werkstudentin


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