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Geschäftsjahr 2025

Netz der Zukunft im Fokus

Mit 100 Prozent Netzverfügbarkeit hat Swissgrid im Jahr 2025 ihren Kernauftrag erfüllt. Das Übertragungsnetz transportierte rund 70,5 Terawattstunden elektrische Energie. Damit war das Netz von Swissgrid jederzeit verfügbar. Dies in einem Umfeld, in dem der stabile Betrieb des Übertragungsnetzes zunehmend herausfordernder wird.

Strategisches Netz 2040: Plan für die Energiezukunft

Im April 2025 hat Swissgrid das Strategische Netz 2040 veröffentlicht und damit einen klaren Plan für das Netz der Zukunft vorgelegt. Swissgrid hat 31 wesentliche Netzprojekte identifiziert, die bis 2040 umgesetzt sein müssen. Mit Investitionen von rund 5,5 Milliarden Franken macht Swissgrid das Übertragungsnetz fit für die Energiezukunft: Auf 400 Kilometern verstärkt Swissgrid bestehende Leitungen, 790 Kilometer Leitungen werden neu erstellt, 790 Kilometer Leitungen werden rückgebaut.

Im Berichtsjahr haben verschiedene Netzprojekte wichtige Meilensteine erreicht. So erhielt Swissgrid die Baubewilligung für die 220-Kilovolt-Leitung im neuen Gotthardstrassentunnel. Damit werden zwei relevante nationale Infrastrukturen gebündelt. Die bestehende Leitung über den Gotthardpass baut Swissgrid zurück. Ein weiteres Beispiel ist die Modernisierung des Unterwerks Bonaduz, wo die Spezialistinnen und Spezialisten von Swissgrid einen neuen Transformator in Betrieb nahmen und damit die Versorgungssicherheit in der Schweiz weiter stärkten. Allerdings gehen Ausbau und Modernisierung des Übertragungsnetzes aufgrund langwieriger Bewilligungsverfahren nur schleppend voran. Die «Netzexpress»-Vorlage, die von den eidgenössischen Räten beraten wird, ist ein wichtiger Schritt, um die Verfahren zu beschleunigen.

Netzbetrieb und Innovation: Mit Regelenergie von PV-Anlagen zu mehr Stabilität

Der Wandel des Energiesystems macht den Netzbetrieb anspruchsvoller. Deshalb hat Swissgrid wichtige Innovationen vorangetrieben. Mit dem Pilotprojekt PV4Balancing wird das Flexibilitätspotenzial von PV-Anlagen künftig auch für die Netzstabilisierung genutzt. So liefern PV-Anlagen Regelenergie und tragen aktiv zur Netzstabilität bei.

Zudem unterstützt eine eigens entwickelte Software den optimalen Einsatz von Regelenergie im täglichen Netzbetrieb. Das System prognostiziert, unterstützt von künstlicher Intelligenz, den Regelenergiebedarf und aktiviert bis zu einer gewissen Schwelle das optimale Regelenergieprodukt automatisch. Die KI-Lösung hat im Berichtsjahr rund 20 Millionen Euro Regelenergiekosten eingespart und damit auch die Effizienz beim Betrieb des Übertragungsnetzes erhöht. Das ist ein weiterer Schritt von Swissgrid in ihrem Bestreben, die Kosten für die Stromkonsumentinnen und -konsumenten so tief wie möglich zu halten.

Stromabkommen für eine sichere Stromversorgung

Die Schweiz produziert im Winter zu wenig Strom und ist auf Importe angewiesen. Im Sommer hingegen ist die Produktion oft höher als der Verbrauch, die Schweiz exportiert Strom. Dieser Stromaustausch braucht Sicherheit bei den Kapazitäten auf den Grenzleitungen. Mit dem Stromabkommen wären diese Kapazitäten abgesichert. Zudem könnte Swissgrid mit dem Stromabkommen auf den entsprechenden europäischen Plattformen Regelenergie beschaffen, was den sicheren Netzbetrieb sowie den Wettbewerb stärkt, weil diese Plattformen grösser und liquider sind als ein nationaler Markt. Eine Annahme des Stromabkommens würde also die Kosten für die Netzstabilität senken, den sicheren und stabilen Betrieb des Netzes und die Versorgungssicherheit der Schweiz mit Strom stärken.

Klimaziele entlang der Wertschöpfungskette

Swissgrid hat sich im Berichtsjahr in mehreren relevanten Nachhaltigkeitsratings verbessert, was die konsequente Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie und die erfolgreiche Weiterentwicklung in diesem Bereich unterstreicht. Zusätzlich zu den bestehenden Netto-Null-Zielen (Scope 1 und 2) definierte Swissgrid weitere wissenschaftsbasierte Klimaziele für indirekte Emissionen (Scope 3) sowie einen entsprechenden Dekarbonisierungsplan. Damit leistet Swissgrid nicht nur einen Beitrag zur klimafreundlichen Transformation des Energiesystems, sondern übernimmt auch Verantwortung zur Reduktion der Treibhausgase entlang der eigenen Wertschöpfungskette.

Unternehmensleistung weiterhin stabil

Swissgrid erzielte im Geschäftsjahr 2025 ein Unternehmensergebnis von 91,7 Millionen Franken (2024: CHF 103,8 Mio.). Das tiefere Unternehmensergebnis ist auf den regulatorisch vorgegebenen Abbau der Unterdeckungen und der daraus resultierenden tieferen Verzinsung der Deckungsdifferenzen zurückzuführen. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine Dividende von 45,8 Millionen Franken auszuschütten (2024: CHF 51,9 Mio.).

Swissgrid investierte weiter konsequent in die Modernisierung und Weiterentwicklung des Übertragungsnetzes. Im Berichtsjahr beliefen sich die Gesamtinvestitionen auf 356,6 Millionen Franken (2024: CHF 323,7 Mio.). Davon flossen 281,2 Millionen Franken in den Netzausbau (2024: CHF 256,3 Mio.) und 15,3 Millionen Franken in die Instandhaltung (2024: CHF 14,3 Mio.).

Der Beschaffungsaufwand ohne Stromreserve und solidarisierte Kosten ging auf 462,6 Millionen Franken (2024: CHF 684,5 Mio.) zurück. Massgeblich dazu beigetragen haben optimierte Beschaffungsprozesse sowie der Einsatz der KI-Lösung «Optimizer Regelenergie», was zu tieferen Aufwänden bei der Wirkverlustbeschaffung und reduzierten Kosten für die Regelenergie führte. Die Kosten für die Regelenergie (Beschaffungsaufwand: CHF 177,3 Mio.) werden den Bilanzgruppen weiterverrechnet (Umsatz: CHF 295,8 Mio.). Die tieferen Tarife für das Übertragungsnetz im Geschäftsjahr 2025 führten erwartungsgemäss zu einem Rückgang des Nettoumsatzes auf 1481,6 Millionen Franken (2024: CHF 1825,1 Mio) ohne Stromreserve.

Die Beschaffungskosten für die vom Bund an Swissgrid übertragenen Aufgaben beliefen sich auf 205,1 Millionen Franken (2024: CHF 186,5 Mio.) für die Stromreserve, sowie 103,2 Millionen Franken für die solidarisierten Kosten, die Kosten für Netzverstärkungen und die Entlastung der Stahl- und Aluminiumindustrie umfassen.

Das Unternehmensergebnis von Swissgrid resultiert aus dem stark regulierten Geschäftsmodell und hängt massgeblich von dem vom UVEK bestimmten WACC für Netzbetreiber ab, weshalb Swissgrid für das Geschäftsjahr 2026 ein leicht tieferes Ergebnis als im Berichtsjahr erwartet.


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