Sechs Kabelendverchlüsse

Verteilnetze Netz

Aus der Erde gesprossen

Die Kabel der unterirdischen Verbindung La Bâtiaz – Le Verney in Martigny sind endlich im Freien.

Autorin: Marie-Claude Debons


Endspurt für die unterirdische Kabelverbindung La Bâtiaz – Le Verney. Nach dem Einzug der zwölf Kabel in den unterirdischen Stollen, der in der Rhoneebene in Martigny zwischen dem Unterwerk La Bâtiaz und Le Verney gebohrt wurde, folgt nun das letzte Glied in der Kette: die Verbindung zwischen den unterirdischen Kabeln und den Leiterkabeln der 380-kV-Freileitung Chamoson – Romanel.

Zwei für diese Verbindung zentrale Elemente befinden derzeit in Le Verney im Bau:

Ersatz von Mast 51
Vor dem Austausch dieses Mastes muss als Erstes sichergestellt werden, dass die Leiterseile der Freileitung auf derselben Höhe bleiben, nachdem sie von den Isolatoren abgenommen wurden. Während der Demontage des alten und der Montage des neuen Mastes 51 wurden die Leiterseile deshalb vorübergehend in Rollen an zwei 350-Tonnen-Mobilkräne aufgehängt. Wenn der alte Mast 51 von den Leiterkabeln abgetrennt ist, wird er mithilfe eines 700-Tonnen-Krans etagenweise abgebaut. Mit demselben Kran wird der neue Mast Abschnitt für Abschnitt durch Montagearbeiter auf dem Mast und am Boden zusammengebaut. Sobald die Montage des letzten Teils abgeschlossen ist, werden die an den beiden Kränen aufgehängten Leiterkabel wieder an den neuen Mast gehängt, der dann eine neue Rolle einnehmen wird: Er wurde von einem tragenden Mast, der die Leiterkabel stützt, zu einem 54 Tonnen schweren Spannmast, der die Leiterkabel verankert. Diese Änderung macht es möglich, dass die Leiterkabel der Freileitung Chamoson – Romanel durch das Abspanngerüst verlaufen und dort mit den unterirdischen Kabeln verbunden werden können.

Demontage des Masts 51
1/3: Demontage des Masts 51
Bau des neuen Masts 51
2/3: Bau des neuen Masts 51
Bau des neuen Masts 51
3/3: Bau des neuen Masts 51

Das Abspanngerüst
Dieses rechteckige, 21 m breite und 18,5 m hohe Metallelement dient als Verbindungselement zwischen den Leiterseilen der Freileitung und den unterirdischen Kabeln. Letztere kommen aus dem Schacht von Le Verney und sind mit fünf Meter hohen Kabelendverschlüssen ausgestattet, die am Abspanngerüst installiert sind. Die oberirdischen Leiterseile werden dort mit den Kabelköpfen verbunden.

Montage des Abspanngerüsts
1/3: Montage des Abspanngerüsts
Montage des Abspanngerüsts
2/3: Montage des Abspanngerüsts
Montage des Abspanngerüsts
3/3: Montage des Abspanngerüsts

Im Frühling 2022 in Betrieb
Die unterirdische Verbindung La Bâtiaz – Le Verney ist der letzte von drei Abschnitten der 380-kV-Leitung, die das Pumpspeicherkraftwerk Nant de Drance mit dem noch im Bau befindlichen Höchstspannungsnetz verbindet. Dies ist eine Premiere für Swissgrid: Der von einer Mini-Tunnelbohrmaschine in einer Tiefe von 12 bis 20 Metern gebohrte Stollen mit einem Durchmesser von 2,5 m beherbergt die zwölf unterirdischen Höchstspannungskabel und verläuft auf einer Länge von 1,2 km zwischen verschiedenen Schichten des Grundwassers. Ermöglicht wurde diese technologische Meisterleistung durch die speziellen geologischen Bedingungen an dieser Stelle der Rhoneebene. Die Inbetriebnahme ist für den Frühling 2022 geplant.

Die Leiterseile wurden von den Isolatoren abgehängt und an Kränen installiert
1/3: Die Leiterseile wurden von den Isolatoren abgehängt und an Kränen installiert
Sechs Kabelendverchlüsse
2/3: Sechs Kabelendverchlüsse
Der 700-Tonnen-Kran in Aktion
3/3: Der 700-Tonnen-Kran in Aktion

Anpassung des Höchstleistungsnetzes an die Energiewende
Wasserkraft spielt eine entscheidende Rolle bei der Energiewende. Im Wallis laufen übrigens mehrere Projekte zum Bau und zur Anpassung von Höchstspannungsleitungen. Damit erhöht Swissgrid die Kapazitäten und ermöglicht so den Abtransport der von den Walliser Kraftwerken erzeugten elektrischen Energie in die grossen Verbrauchszentren. Die Modernisierung des Übertragungsnetzes ist der Schlüssel zu einer nachhaltigen Energiezukunft. Als Rückgrat für eine sichere Stromversorgung leistet das Höchstspannungsnetz einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Ziele der Energiestrategie 2050 des Bundes.


Autorin

Marie-Claude Debons
Marie-Claude Debons

Senior Communication Manager

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