Netzprojekt Bassecourt – Mühleberg

Zwischen Bassecourt und Mühleberg wird auf der bestehenden Leitung die Spannung von 220 kV auf 380 kV erhöht. Damit erhöht sich die Versorgungssicherheit im Grossraum Bern, wenn Ende 2019 das Kernkraftwerk Mühleberg stillgelegt wird.

Ihr Ansprechpartner für dieses Netzprojekt

Jan Schenk
Jan Schenk

Telefon +41 58 580 21 11
info@swissgrid.ch

380-kV-Leitung
380-kV-Leitung
Bestehende Leitung
Bestehende Leitung
Unterwerk
Unterwerk

Übersicht

Mit der geplanten Stilllegung des Kernkraftwerks Mühleberg ab 2019 fällt ein grosser Teil der Energieeinspeisung auf der 220-kV-Netzebene in Mühleberg weg. Zur sicheren Versorgung des Grossraums Bern muss die fehlende Energie hauptsächlich über die Nordwestschweiz importiert werden. Swissgrid modernisiert und verstärkt dazu die Netzinfrastruktur. Sie erhöht die Spannung der Übertragungsleitung zwischen Mühleberg (BE) und Bassecourt (JU) von 220 auf 380 kV und installiert einen Transformator im Unterwerk Mühleberg. Die Höchstspannungsleitung Bassecourt – Mühleberg mit einer Länge von 45 Kilometern wurde bereits 1978 durch das Eidgenössische Starkstrominspektorat (ESTI) für eine Betriebsspannung von 380 kV bewilligt, jedoch bis heute nur mit einer Spannung von 220 kV betrieben.

Bauliche Massnahmen und Leitung

Für den künftigen Betrieb der Leitung mit einer Spannung von 380 kV sind bauliche Massnahmen nötig, damit die gültigen Grenzwerte für das elektrische Feld sowie der Leitungsverordnung eingehalten werden. Die Auswirkungen des Netzprojekts auf die Umwelt und auf das Landschaftsbild sind minimal. Die Lärmemissionen liegen unterhalb den gesetzlich vorgegebenen Planungswerten. Somit werden die jeweils strengsten gesetztlichen Vorsorgewerte gemäss der Lärmschutzverordnung eingehalten.


Projekt

Die Höchstspannungsleitung Bassecourt – Mühleberg mit einer Länge von 45 Kilometern wurde 1978 gebaut. Sie wurde für eine Betriebsspannung je eines Stranges mit 380 bzw. 220 Kilovolt genehmigt und erstellt. Seither wird der 380-kV-Strang mit 220 kV und der 220-kV-Strang mit 132 kV betrieben. Der mit 220 kV betriebene Strang wird für die Stromübertragung mit 380 kV ertüchtigt. Dies geschieht unter Einhaltung der gültigen Grenzwerte der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) sowie der Lärmschutzverordnung.

Die Spannungserhöhung wirkt sich nicht auf das Landschaftsbild aus. Die Spannungserhöhung und Modernisierung der Leitung erfolgt an den bestehenden Masten. Die Linienführung der Leitung bleibt bestehen. An 54 von insgesamt 142 Masten werden Bauarbeiten durchgeführt.

Zeitplan – optimaler Fall ohne Weiterzug an die Gerichte

2. Quartal 2017 Start Plangenehmigungsverfahren ESTI
2. Quartal 2019 Baubewilligung / Ausschreibungen
3. Quartal 2019 Tiefbau / Mast- und Seilmontage
2020 Inbetriebnahme

Neuer Transformator im Unterwerk Mühleberg

Durch die geplante Ausserbetriebnahme des Kernkraftwerks Mühleberg spätestens im Jahr 2019 und dem entsprechenden Wegfall von bis zu 370 MW Einspeisung auf Ebene 220 kV am Standort in Mühleberg entsteht ein zusätzlicher Importbedarf zur Versorgung des Grossraums Bern und des zentralen Mittellandes. Swissgrid plant als Ersatz die Platzierung eines 800-MVA-Transformators 380 / 220 kV in Mühleberg. Der Anschluss an das 380-kV-Netz soll über die bestehende Leitung Bassecourt – Mühleberg erfolgen, welche aktuell mit 220 kV betrieben wird. Dadurch wird auch der Transformator in Bassecourt entlastet, der ohne Leitungserhöhung in Mühleberg nicht (n-1)-sicher betrieben würde. Die angespannte Energie- und Netzsituation im Winter 2015/2016 hat die Dringlichkeit der Einspeisung in das 220-kV-Netz deutlich aufgezeigt, so auch im Raum Bern.


Mensch & Umwelt

Lärm

  • Durch die Spannungserhöhung eines Leitungsstranges von einem Betrieb mit 220 kV auf 380 kV steigt die maximale elektrische Feldstärke der Freileitung an, was zu einer Zunahme des Geräuschpegels an der Leitung führt.
  • Die Planungswerte, d.h. die strengsten gesetztlichen Vorsorgewerte gemäss Lärmschutzverordnung (LSV) sind bei einem Betrieb mit 380 kV an allen lärmempfindlichen Orten eingehalten.
  • Durch das bestehende Vierer-Bündel wird der Geräuschpegel der Leitung bereits heute verringert. Damit wird dem Vorsorgeprinzip der LSV weitgehend Rechnung getragen.
  • Die Geräusche werden durch den Koronaeffekt hervorgerufen, der vor allem bei feuchten Witterungsverhältnissen (Regen, Schnee, Nebel) auftritt. Bei schönem und trockenem Wetter sind die Geräusche kaum wahrnehmbar.

Elektromagnetische Felder

  • Magnetisches Feld
    • Der Imissionsgrenzwert für das magnetische Feld von 100 Mikrotesla ist überall eingehalten, wo sich Menschen aufhalten können.
    • Für die unterschiedlichen Abschnitte wird mit dem Projekt jeweils die optimale Phasenlage ermittelt. Im Abschnitt Mühleberg bis Pieterlen ist die Phasenlage bereits heute optimiert. Auf dem Abschnitt Pieterlen bis Bassecourt wird die Phasenlage optimiert und somit eine Verbesserung gegenüber dem heutigen Zustand erreicht.
  • Elektrisches Feld: Bei der Spannungserhöhung auf 380 kV vergrössert sich das elektrische Feld der Leitung. Der Immissionsgrenzwert von 5 kV/m ist überall eingehalten.

Downloads


Netznews

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